02. Apr 2007 15:48
Bundeskanzlerin Merkel hat an Syrien appelliert, den Nachbarn Libanon diplomatisch anzuerkennen. Sie verlangte zudem Unterstützung aus Damaskus für das Hariri-Tribunal.
«Syrien muss seinen Beitrag leisten», sagte Merkel am Montag nach einem Treffen mit dem libanesischen Ministerpräsidenten Fuad Siniora in Beirut. Damaskus müsse den Libanon diplomatisch anerkennen und seinen Einfluss geltend machen, damit der Waffenschmuggel aufhöre.Zudem forderte die EU-Ratspräsidentin Syrien auf, alles dafür zu tun, dass das internationale Tribunal zur Aufklärung des Mordes an dem früheren libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri seine Arbeit aufnehmen kann.
«Der Mord an Hariri muss aufgeklärt werden», sagte Merkel. Es dürfe nun keine Ausreden mehr geben, und Deutschland werde sich auch bei den Vereinten Nationen dafür einsetzen, dass das vom UN-Sicherheitsrat beschlossene Gericht mit seiner Arbeit beginnen könne.
Auch Siniora sagte, die Libanesen wollten das Tribunal, damit es Gerechtigkeit gebe. Zugleich dankte der Regierungschef Merkel für die Unterstützung Deutschlands in der UN-Friedensmission Unifil im Seegebiet vor dem Libanon.