netzeitung.deIsraels Premier Olmert fordert Rücktritt Katzavs

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Israels Ministerpräsident Ehud Olmert (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Israels Ministerpräsident Ehud Olmert
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Der Druck auf den der Vergewaltigung verdächtigten israelischen Präsidenten Katzav ist am Mittwochabend erheblich gewachsen. «Er muss sein Amt aufgeben», sagte Regierungschef Olmert. Katzav griff indes die Medien an.

Der israelische Regierungschef Ehud Olmert hat den unter Vergewaltigungsverdacht stehenden Staatspräsidenten Mosche Katzav am Mittwoch zum Rücktritt aufgefordert. «Unter diesen Umständen gibt es keinen Zweifel, dass der Präsident seine Pflichten nicht länger erfüllen kann, und er muss sein Amt aufgeben», sagte Olmert auf einer sicherheitspolitischen Tagung in Herzlia nördlich von Tel Aviv. Katzav hatte kurz zuvor in Jerusalem erklärt, er wolle sein Amt ruhen lassen und erst nach einer endgültigen Entscheidung für eine Anklage zurücktreten. Dies kann noch mehrere Monate dauern.

Die israelische Staatsanwaltschaft will den Präsidenten wegen Vergewaltigung, sexueller Nötigung und Korruption vor Gericht stellen. Über eine endgültige Anklageerhebung solle allerdings erst nach einer letzten Anhörung Katzavs entschieden werden. Nach israelischen Medienberichten könnte dies erneut bis zu drei Monate dauern. Die Höchststrafe für Vergewaltigung in Israel beträgt 16 Jahre.

Katzav bestritt auf einer Pressekonferenz wütend alle Beschuldigungen. «Ich habe keine der Taten begangen, die mir angelastet werden», sagte Katzav auf einer Pressekonferenz. Er hatte in einem Brief an die Parlamentspräsidentin Dalia Itzik vorübergehende Amtsunfähigkeit beantragt. Neben Olmert verlangten auch Außen- und Justizministerin Zipi Liwni und Bildungsministerin Juli Tamir einen vollständigen Rücktritt Katzavs.

Katzav beschuldigte die Medien einer Hexenjagd. «Jede Person kann der Polizei 2007 eine verleumderische Geschichte zustellen aus Rache oder anderen Gründen. Das ist mir passiert, und es kann jedem von ihnen passieren», sagte Katzav. Die früheren Mitarbeiterinnen beschuldigten ihn aus Rache, weil sie ihre beruflichen Stellen verloren oder geforderte Arbeitsplätze nicht erhalten hätten. (nz)