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Olmert bedauert Tote bei Einsatz in Ramallah

04. Jan 2007 22:48
Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert
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Israels Regierungschef Olmert hat sein Bedauern über den Tod von palästinensischen Zivilisten bei einer israelischen Militäraktion im Westjordanland ausgedrückt. Ägyptens Präsident Mubarak hatte Israel kritisiert.

Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert hat den Tod von palästinensischen Zivilisten bei einer israelischen Militäraktion in Ramallah im Westjordanland bedauert. Nach einem Treffen mit Ägyptens Staatspräsident Husni Mubarak sagte Olmert am Donnerstag im ägyptischen Badeort Scharm el Scheich, der Zwischenfall sei «unerwartet» gekommen.

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Bei dem israelischen Militäreinsatz waren am Nachmittag vier Palästinenser getötet und 20 weitere verletzt worden. Auch im Gazastreifen gab es neue Gewalt. Die rivalisierenden Palästinensergruppen Fatah und Hamas lieferten sich erneut blutige Kämpfe mit drei Toten.

Gespräche über Gefangenenaustausch

Mubarak verurteilte die israelische Militäraktion in Ramallah und alle Aktionen, die die ägyptischen Friedensbemühungen behinderten. Olmert betonte, die Soldaten hätten militante Palästinenser verfolgt, die «unschuldige Israelis» verfolgt hätten. Zuvor hatten Mubarak und Olmert rund zwei Stunden lang erörtert, wie der Nahost-Friedensprozess wiederbelebt werden kann.

Sie sprachen erneut über einen Austausch palästinensischer und israelischer Gefangener, um dessen Vermittlung Ägypten sich seit Monaten bemüht. Der Gefangenentausch werde «möglicherweise bald» erfolgen, sagte Olmert, ohne dies weiter auszuführen.

Drei Palästinenser getötet

Bei neuen Zusammenstößen in Dschabalija im nördlichen Gazastreifen wurden am Nachmittag nach Krankenhausangaben drei Palästinenser getötet. Bei einem Getöteten handelte es sich um ein Mitglied der Hamas-Miliz, wie aus palästinensischen Sicherheitskreisen verlautete. Am Mittwoch waren bei Gefechten zwischen Hamas und Fatah im Gazastreifen fünf Palästinenser getötet worden, überwiegend Fatah-Mitglieder. Bei den Begräbnissen der Toten vom Mittwoch kam es am Donnerstag in Bet Lahia zu heftigen Schießereien zwischen beiden Gruppierungen, bei denen mehrere Menschen verletzt wurden.

Nach Hamas-Angaben ist der im vergangenen Juni von Palästinensern entführte israelische Soldat am Leben. Er befinde sich weiter in Gefangenschaft, sagte am Donnerstag der stellvertretende Hamas-Politbürochef, Mussa Abu Marsuk, in Damaskus. Der Soldat Gilad Schalit war am 25. Juni nach einem Angriff auf einen Grenzposten von militanten Palästinensern in den Gazastreifen verschleppt worden. Die Hamas sei bereit, den israelischen Behörden eine aktuelle Videoaufnahme Schalits zukommen zu lassen, sagte Marsuk. Im Gegenzug erwarte die Hamas die Freilassung einer «erheblichen Zahl» palästinensischer Gefangener.(nz)

 
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