netzeitung.deMilitante Palästinenser bei Luftangriffen getötet

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Mindestens sieben Menschen sind bei Angriffen mit Kampfhubschraubern nahe Gaza getötet worden. Laut Israel sollte der Militäreinsatz die palästinensischen Raketenangriffe stoppen.

Israelische Soldaten haben mit Luftangriffen am Samstag sieben militante Palästinenser getötet. Sechs von ihnen seien tödlich verletzt worden, als israelische Kampfhubschrauber nordöstlich von Gaza drei Raketen auf Anhänger der radikal-islamischen Hamas-Bewegung feuerten. Das berichteten Augenzeugen. Ein weiterer Mann starb bei einem Raketenangriff auf ein palästinensisches Auto in Gaza. Insgesamt wurden mehr als fünfzehn Menschen verletzt, zwei davon schwer.

Israelische Panzerbesatzungen seien in der Nacht unterstützt von Kampfhubschraubern nach Dschabalia in den Norden des Gazastreifens vorgerückt, teilten palästinensische Polizeistellen mit. Zwischen israelischen Soldaten und palästinensischen Extremisten sei es zu Feuergefechten gekommen. Vorher war in Sderot ein Israeli beim Einschlag einer palästinensischen Kassam-Rakete getötet worden.

Nach israelischen Medienberichten sollte der Militäreinsatz die palästinensische Raketenangriffe stoppen. Die von der Hamas geführte palästinensische Regierung verurteilte die israelischen Militäreinsätze am Samstag scharf. Regierungssprecher Ghasi Hamad sprach in Gaza von «terroristischen Taten» gegen das Volk, Gebäude und die zivile Infrastruktur. Ziel der Israelis sei es, möglichst viel Schaden anzurichten, sagte er.

Die israelischen Streitkräfte haben ihre Sicherheitsvorkehrungen kürzlich erhöht, um palästinensischen Angriffen während des jüdischen Laubhüttenfests Sukkot vorzubeugen. Bei Militäreinsätzen im Gazastreifen wurden binnen drei Tagen bis Samstag mindestens 21 Menschen getötet, darunter auch zwei Kinder. Am Freitag wurde an der Grenze ein provisorisches Haftzentrum errichtet, in dem
Dutzende Palästinenser zu Verhören in Gewahrsam genommen wurden. (nz)