netzeitung.deAbbas bricht Verhandlungen mit Hamas ab

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Palästinenserpräsident Abbas (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Palästinenserpräsident Abbas
Foto: AP
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Die Gespräche über die Bildung einer großen Palästinenser-Koalition aus Fatah und Hamas sind vorerst gescheitert. Hintergrund sind laut Fatah «negative Äußerungen» der Hamas, die die Anerkennung Israels weiterhin ablehnt.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat die Verhandlungen über die Bildung einer großen Koalition mit der radikal-islamischen Hamas-Organisation vorerst abgebrochen. Der Sprecher der Fatah von Präsident Abbas, Ahmed Abdel Rahman, sagte am Sonntag, Hintergrund der Entscheidung seien «negative Äußerungen» der Hamas-Führung, die eine Anerkennung Israels weiter ablehnt.

Vor einer Woche hatte Abbas sich mit Ministerpräsident Ismail Hanija (Hamas) auf ein gemeinsames Regierungsprogramm geeinigt. Ziel war es, die Palästinenser aus der internationalen Isolation zu führen. Die Hamas betonte jedoch anschließend, man verweigere weiterhin eine Anerkennung Israels, der unterzeichneten Verträge sowie ein Abschwören der Gewalt. Diese Verweigerungshaltung habe negative internationale Reaktionen zur Folge gehabt, erklärte Rahman. Präsident Abbas habe «versucht, das internationale Klima zu verändern und mit Hilfe einer neuen Regierung positive Beziehungen aufzubauen».

Abbas' Berater Nabil Abu Rudeineh sagte der palästinensischen Zeitung «Al-Kuds» vom Sonntag, die Bildung der Regierung sei bis nach der Rückkehr des Präsidenten von einem Besuch in den USA aufgeschoben. Nach palästinensischen Angaben war Abbas in die USA gereist, um grünes Licht für die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit zu bekommen. (nz)