Geber sagen 700 Millionen Euro für Libanon zu
31.08.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Mit den vorangegangenen Zusagen könnten dem Libanon langfristig sogar 1,2 Milliarden Dollar zur Verfügung gestellt werden, sagte Eliasson. Rund 60 Regierungen und Hilfsorganisationen beraten in der schwedischen Hauptstadt, was für den Wiederaufbau des Libanon getan werden kann.
Mehrere Milliarden Dollar an Schäden habe der Krieg im Libanon verursacht, sagte der Ministerpräsident des Landes, Fuad Siniora, zu Beginn der Konferenz. Die indirekten Kosten durch entgangene Geschäfte im Tourismusbereich und in der Industrie lägen bei weiteren Milliarden.
Die USA hatten schon vorher 230 Millionen Dollar versprochen. Die Bundesregierung sagte 22 Millionen Euro zu. Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) kündigte an, das Geld solle für die Verbesserung von Grenzkontrollen sowie den Wiederaufbau des Wassersektors eingesetzt werden. Vorab habe Deutschland bereits fünf Millionen Euro für humanitäre Soforthilfe bereitgestellt. Die EU-Kommission kündigte insgesamt 62 Millionen Euro an.
Eine Reihe arabischer Staaten, allen voran Saudi- Arabien, hat bereits in großem Umfang Nothilfe für den Libanon geleistet. Israel, Syrien und der Iran wurden zu dem Treffen in der schwedischen Hauptstadt nicht eingeladen.
Der libanesische Premier Siniora nannte es «ein völlig haltloses Gerücht», dass in Stockholm zugesagte Hilfsgelder an die auch in seinem Kabinett vertretene radikal-islamische Hisbollah gehen werde. (nz)

