Neben den Streubomben beklagte Egeland auch andere gefährliche Überreste der kriegerischen Auseinandersetzungen, die die Hauptbedrohung für die zurückkehrenden libanesischen Flüchtlinge darstellten. Etwa 200.000 Flüchtlinge könnten nach UN-Einschätzung nicht in ihre Häuser zurückkehren, weil sie zerstört oder wegen Blindgängern unbewohnbar seien, sagte Egeland. Anlass der israelischen Bombardements war die Entführung von israelischen Soldaten durch die Hisbollah Mitte Juli. Zudem feuerte die Miliz mit Raketen auf Israel. Bis zu einem von der Uno verfügten Waffenstillstand starben allein mehr als 1200 Libanesen, zudem fast 160 Israelis, Hunderttausende verloren ihr Zuhause und flohen. Die Uno verfügte in ihrer Resolution zudem, die Hisbollah zu entwaffnen, die Entführten freizugeben. Auch soll die derzeit im Südlibanon stationierte Blauhelmtruppe um 13.000 Soldaten aufgestockt werden. (nz)