netzeitung.deEntführte Fox-TV-Reporter wieder frei

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Kameramann Olaf Wiig kurz vor der Freilassung (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Kameramann Olaf Wiig kurz vor der Freilassung
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die im Gazastreifen verschleppten TV-Journalisten sind freigelassen worden. Ihre Entführer hatten sie dazu gezwungen, sich zum Islam zu bekennen.

Zwei im Gazastreifen gekidnappte Journalisten des US-Fernsehsenders Fox News sind wieder frei. Wie ein neuseeländischer Diplomat am Sonntag bekannt gab, wurden die Männer kurz nach Mittag vor einem Hotel in der Stadt Gaza auf freien Fuß gesetzt.

Bei den Entführten handelte es sich um den amerikanischen Korrespondenten Steve Centanni und den neuseeländischen Kameramann Olaf Wiig. Die beiden Journalisten waren am 14. August in Gaza von Bewaffneten aus ihrem Übertragungswagen entführt worden.

Lösegeldzahlung nicht bekannt
Ob für ihre Freilassung Lösegeld bezahlt wurde, ist bislang nicht bekannt. Der 60-jährige Centanni sagte seinem Sender in einem Telefonat, ser sei während der Gefangenschaft teils in einer dunklen Garage festgehalten worden. Er sei in schmerzhafter Haltung gefesselt gewesen.

Kurz vor der Freilassung verbreiteten die Entführer ein weiteres Video von ihren Opfern. Darin heißt es, die Geiseln seien nicht ermordet worden, weil sie zum Islam übergetreten seien. Wie Centanni später sagte, wurden er und Wiig mit vorgehaltener Waffe gezwungen, entsprechende Erklärungen abzugeben.

Zu der Entführung bekannten sich die bisher nicht in Erscheinung getretenen Heiligen Dschihad-Brigaden. Sie hatten zuletzt von der US-Regierung die Freilassung muslimischer Gefangener aus amerikanischer Haft verlangt.

Offenbar keine Verbindung zu Al Qaeda
Laut dem palästinensischen Präsidenten Ismail Hanija standen die Kidnapper nicht in Verbindung zum Terrornetzwerk Al Qaeda. Palästinensische Sicherheitskreise gehen davon aus, dass es sich um örtliche Extremisten handelte. Die palästinensische Autonomiebehörde bestritt in diesem Zusammenhang, die Identität der Entführer von Anfang an gekannt zu haben. (nz)