Hisbollah-Extremisten nach Deutschland eingesickert:
Hisbollah nach Deutschland eingesickert
27.08.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) rechtfertigte das Vorgehen damit, dass die Regierung genau habe abwägen müssen. «Natürlich muss man den Staatsbürgern helfen, aus dem Krieg herauszukommen», sagte er. «Da kommt der eine oder andere mit, dem wir bei der Einreise Pass-Ersatzpapiere ausstellen müssen.» Man habe in diesem Punkt nicht «kleinlich» sein wollen, so der Minister.
In Deutschland halten sich laut FASZ etwa 900 anerkannte Hisbollah-Mitglieder auf. Bisher hätten die Sicherheitsbehörden angenommen, dass die Hisbollah in Deutschland keine Anschläge plane, wird Schäuble zitiert. «Aber sie soll hier auch keine Spenden sammeln.»
Laut der Zeitung soll im Innenministerium und in den Sicherheitsbehörden bereits vor der Rückholaktion die Sorge laut geworden sein,
die Hisbollah könne auf diesem Weg Mitglieder ins Land einschleusen. Vertreter des Verfassungsschutzes sagten jedoch dem Blatt, sie zweifelten daran, dass die Führung der Hisbollah ihre Mitglieder gezielt nach Deutschland einschleuse. (nz)

