27. Aug 2006 09:23
Hisbollah-Mitglieder sind laut einem Zeitungsbericht nach Beginn der Libanon-Kriegs nach Deutschland eingereist. Wegen der großen Zahl rückkehrwilliger Deutscher war eine genaue Überprüfung nicht möglich, räumte Innenminister Schäuble indirekt ein.
Die Hilfsaktion sei so kurzfristig organisiert worden, dass eine Überprüfung aller Rückkehrwilligen nicht mehr möglich gewesen sei, schreibt das Blatt. Auch sei die Zahl von 6200 Personen weit höher gewesen als erwartet.Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) rechtfertigte das Vorgehen damit, dass die Regierung genau habe abwägen müssen. «Natürlich muss man den Staatsbürgern helfen, aus dem Krieg herauszukommen», sagte er. «Da kommt der eine oder andere mit, dem wir bei der Einreise Pass-Ersatzpapiere ausstellen müssen.» Man habe in diesem Punkt nicht «kleinlich» sein wollen, so der Minister.
In Deutschland halten sich laut FASZ etwa 900 anerkannte Hisbollah-Mitglieder auf. Bisher hätten die Sicherheitsbehörden angenommen, dass die Hisbollah in Deutschland keine Anschläge plane, wird Schäuble zitiert. «Aber sie soll hier auch keine Spenden sammeln.»