26.08.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Türkischer Soldat
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Israel setzt sich dafür ein, dass auch Soldaten befreundeter muslimischer Staaten an der Nahost-Truppe teilnehmen. Anders als die Uno besteht das Land darauf, dass die Grenze nach Syrien kontrolliert wird.
Israel hat befreundete muslimische Länder zur Beteiligung an der UN-Friedenstruppe im Libanon aufgerufen. Vor allem mit der Türkei würden Gespräche geführt, sagte Außenamtssprecher Mark Regev am Samstag. Sollte sich die Türkei dafür entscheiden, der Unifil ein Kontingent zur Verfügung zu stellen, «würden wir das begrüßen», so Regev.
Nach dem Willen Israels sollen sich an der Stabilisierungstruppe nur Länder beteiligen, die mit dem jüdischen Staat diplomatische Beziehungen unterhalten. Dazu zählen auch Jordanien und Ägypten. Sollten sich muslimische Staaten ohne Beziehungen zu Israel an der Unifil beteiligen, könnten Geheimdienstinformationen nur schwer mit der Truppe geteilt werden, hieß es zur Begründung.
Streit um Grenzsicherung nach SyrienRegev kündigte an, Israel werde die Luft- und Seeblockade des Libanon erst beenden, wenn an allen Grenzübergängen libanesische und internationale Truppen stationiert seien.
Die Grenze zu Syrien müsse gesichert werden, um ein Waffenembargo gegen die Hisbollah durchzusetzen, forderte er. Syrien ist nach Einschätzung Israels einer der wichtigsten Waffenlieferanten der schiitischen Miliz.
UN-Generalsekretär Kofi Annan hatte zuvor mitgeteilt, die Uno-Truppe werde die libanesisch-syrische Grenze nicht kontrollieren, da der Libanon nicht darum gebeten habe. (nz)