18. Aug 2006 19:57
Ein US-Spionagesatellit registrierte verdächtige Kisten, die in eine iranische Frachtmaschine rollten. Die für die Hisbollah bestimmte Waffenlieferung erreichte die Empfänger jedoch nicht.
Ein US-Spionage-Satellit hatte demnach am 19. Juli auf dem iranischen Luftwaffenstützpunkt Mehrabad bei Teheran die Beladung einer Frachtmaschine mit drei Kurzstreckenraketen sowie acht verdächtigen Kisten registriert, in denen normalerweise chinesische C-802-Raketen verpackt sind. Am folgenden Tag verweigerte die irakische Luftüberwachung der Maschinenbesatzung den Überflug. Als die Iraner dann die Türkei baten, ihren Luftraum nutzen zu dürfen, machte die Regierung in Ankara zur Bedingung, die Maschine bei einer Zwischenlandung zu überprüfen. Daraufhin drehte das Frachtflugzeug nach Teheran ab, berichtet die Zeitung.
Israel hatte die Hisbollah beschuldigt, mit einer Rakete des Typs C-802 am 14. Juli ein israelisches Kriegsschiff angegriffen zu haben. Syrien und Iran zählen zu dem Hauptfinanziers und -waffenlieferanten der Hisbollah. (nz)