netzeitung.deSyrien sieht Hisbollah-Hilfe als «Ehrensache»

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Lupe Syrien sieht Hisbollah-Hilfe als «Ehrensache»

Syriens Präsident Assad ruft die arabische Welt zum Widerstand gegen Israel auf. Für den Libanon-Konflikt machte er die USA verantwortlich.

Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat die arabischen Herrscher aufgefordert, künftig den Widerstand gegen Israel zu unterstützten. «Denjenigen, die Syrien vorwerfen, es unterstütze die Hisbollah, sagen wir, dass dies für uns eine große Ehre ist und ein Orden an der Brust jedes Arabers», sagte der Staatschef am Dienstag in einer Rede im Konferenzzentrum von Damaskus.

Syrien ist, wie der Iran, als wichtiger Unterstützer der schiitischen Hisbollah-Miliz im Südlibanon. In den letzten Wochen hatte die israelische Armee immer wieder mit Bombardements und Bodeneinsätzen auf Raketenangriffe der Hisbollah reagiert. Anlass der Auseinandersetzungen war die Entführung israelischer Soldaten durch die Hisbollah. Am Montag trat eine von der Uno beschlossene Waffenruhe in Kraft.

Assad bezeichnete den «israelischen Angriff auf den Libanon» als eine «große Niederlage für Israel und seine Verbündeten». Der Staatschef lobte die vom UN-Sicherheitsrat beschlossene Waffenruhe, kritisierte jedoch, genau wie zuvor schon Hisbollah-Generalsekretär Hassan Nasrallah, dass die UN-Resolution die Schuld an der militärischen Konfrontation der Hisbollah zuweise.

Israel habe schon Jahre zuvor einen Angriff auf den Libanon geplant und die Verschleppung der zwei israelischen Soldaten durch die Hisbollah letztlich nur als Vorwand für diesen Angriff benutzt, sagte Assad.

«Israel ist ein Feind»
Die Hauptverantwortung für die anhaltenden Spannungen in der Region wies er den USA zu. «Es ist offensichtlich, dass es nach sechs Jahren dieser US-Regierung keinen Frieden gibt und es auch in absehbarer Zukunft keinen geben wird.» Die Regierung in Washington verfolge «das Prinzip des Präventivkriegs, das dem Prinzip des Friedens völlig widerspricht». Die USA sind wichtiger Verbündeter Israels. Das zeigte sich auch in den vergangenen Wochen bei den Gesprächen im UN-Sicherheitsrat, wo sich die US-Vertreter sich für die Interessen Israels stark machten.

Assad würdigte in seiner Rede ausdrücklich die Hisbollah-Kämpfer. Nach ihrem Widerstand werde Israel es sich nun gut überlegen, ob es seine «terroristische Politik» in der Region fortsetze. Einen Frieden mit Israel schloss Assad aus: «Israel ist ein Feind.» Das Land sei «auf der Grundlage von Aggression und Expansion gegründet worden - und daran hat sich nichts geändert». (nz)