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Waffenruhe bedroht: Hisbollah- Minister lehnt Entwaffnung ab: 

Hisbollah-Minister lehnt Entwaffnung ab

13. Aug 2006 21:23, ergänzt 21:41
Hisbollah-Anhänger im Libanon
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Stunden vor Inkrafttreten der Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah hat einer von zwei libanesischen Ministern der Miliz einer Bedingung der UN-Resolution widersprochen: Seine Organisation werde ihre Waffen nicht abgeben.

Das libanesische Kabinett hat eine Dringlichkeitssitzung im Streit um die Entwaffnung der Hisbollah vertagt, verlautete aus einer Regierungsquelle in Beirut. Nach libanesischen Presseberichten sagte Mohammed Fneisch, einer von zwei Hisbollah-Ministern, seinen Kabinettskollegen: «Soll die Armee doch losgehen und Waffen suchen, wir werden unsere nicht abgeben.» Die neue UN- Resolution bekräftigt die Forderung nach einer Entwaffnung aller nicht-staatlichen Organisationen im Libanon.

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  • Einen Tag vor dem geplanten Inkrafttreten einer Waffenruhe haben Israel und die libanesische Hisbollah-Miliz ihre Angriffe verstärkt. Die israelische Luftwaffe flog am Sonntag nach libanesischer Einschätzung die schwersten Angriffe auf die südlichen Vororte von Beirut seit Beginn der kriegerischen Auseinandersetzungen vor gut einem Monat. Bei diesen Bombardements starben nach Angaben der Rettungskräfte mindestens fünf Menschen, unter ihnen ein Kind.

    Die Hisbollah feuerte ihrerseits so viele Raketen wie nie zuvor an einem Tag auf den Norden Israels. Israelische Medien berichteten von mehr als 250 Raketeneinschlägen. Ein älterer Israeli wurde bei einem Volltreffer seines Hauses getötet, Dutzende Menschen wurden verletzt. Mehrere Raketen schlugen am Abend auch in der Hafenstadt Haifa ein.

    Sohn des Schriftstellers Grossman getötet

    Nach 33 Tagen Krieg zwischen der israelischen Armee und der Hisbollah-Miliz soll das Blutvergießen an diesem Montag enden. Einer entsprechenden Waffenruhe, die um 7 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit in Kraft treten soll, haben die Regierungen Israels und des Libanons zugestimmt. Nach der UN-Resolution zur Beendigung der Feindseligkeiten sollen 15.000 reguläre libanesische Soldaten in den Süden des Landes verlegt werden. Die 2000 bereits im Südlibanon stationierten UN-Soldaten sollen um weitere 13.000 Blauhelme verstärkt werden. Gleichzeitig soll sich Israel aus dem Libanon zurückziehen.

    Israelische Kampfflugzeuge bombardierten am Sonntag Gebäude im Süden von Beirut, in denen das israelische Militär möglicherweise Spitzenfunktionäre der Hisbollah vermutete. Acht Gebäude und eine schiitische Moschee wurden nach libanesischen Angaben zerstört. Am Abend gab es mindestens fünf neue Luftangriffe auf das von der Hisbollah dominierte Viertel Haret Hriek.

    Rund 30.000 israelische Soldaten, darunter Luftlandekommandos, Panzer- und Infanterieverbände, stießen am Wochenende in Richtung des Litani-Flusses vor, der etwa 20 bis 30 Kilometer nördlich der Grenze liegt, um Stellungen, Bunker und Raketenabschussrampen der Hisbollah zu zerstören. 24 israelische Soldaten wurden am Samstag bei den Kämpfen getötet. Unter den Getöteten war nach einem Bericht der Zeitung «Haaretz» der 20-jährige Sohn des bekannten israelischen Schriftstellers und Friedensaktivisten David Grossman. (nz)

     
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