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Trotz Ausweitung der Offensive: Israel stimmt Waffenruhe zu: 

Israel stimmt Waffenruhe mit Hisbollah zu

13. Aug 2006 14:04, ergänzt 14:39
Ministerpräsident Olmert (2.v.l.), Außenministerin Livni (l.) und Vizepremier Peres (r.)
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Nach dem Libanon hat auch Israel die Nahost-Resolution der Uno gebilligt. Montagmorgen soll ein Waffenstillstand in Kraft treten. Die israelische Armee setzt dennoch ihren Vorstoß im Libanon fort, während die Hisbollah ihre Raketenangriffe verstärkt hat.

Das israelische Kabinett hat am Sonntag erwartungsgemäß die Waffenstillstands-Resolution der Vereinten Nationen angenommen.

Mehr in der Netzeitung:
Die Entscheidung fiel mit 24 Stimmen bei einer Enthaltung, wie aus Regierungskreisen verlautete. Der Stimme enthalten habe sich der frühere Verteidigungsminister Schaul Mofas.

Bereits einen Tag zuvor hatte die libanesische Regierung der Entschließung zugestimmt. Die Waffenruhe soll am Montagmorgen in Kraft treten.

Die Angriffe gingen unterdessen auf beiden Seiten weiter. Die israelischen Streitkräften bombardierten erneut südliche Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut. Nach Polizeiangaben wurden mindestens 20 Angriffe in verschiedenen Vierteln gemeldet.

Der US-Sender CNN berichtete von 18 Luftschlägen. Über Beirut stiegen demnach schwarze Rauchwolken auf, in der Stadt waren zahlreiche heftige Explosionen zu hören. Im arabischen Sender Al Arabija war von mehreren zerstörten Häusern die Rede. Über Opfer war zunächst nichts bekannt.

Bodentruppen stoßen weiter vor

Auch die israelische Bodenoffensive wurde fortsetzt. Etwa 30.000 israelische Soldaten stießen laut Medienberichten am Sonntag weiter in Richtung des Flusses Litani etwa 30 Kilometer nördlich der Grenze vor. Dort wollten sie Hisbollah-Stellungen, Bunker und Raketen-Abschussrampen zerstören.

Hintergrund:
Die radikal-islamische Miliz verstärkte unterdessen ihre Angriffe. Allein am Sonntagvormittag gingen 160 Geschosse im Norden Israels nieder. In der Ortschaft Schlomi wurde ein 60-jähriger Mann getötet, als eine Katjuscha-Rakete in sein Haus einschlug.

Größte Luftlandeoperation seit 1973

Im Innern des Südlibanon hatte die israelische Armee nach dem Beschluss zur Ausweitung der Offensive in der Nacht zum Samstag mit Hubschraubern Fallschirmjäger abgesetzt. Die Zeitung «Haaretz» sprach von der größten Luftlandeoperation der israelischen Streitkräfte seit 1973. (nz)

 
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