Netzeitung Logo
 
Aktuelles  »  Politik  »  Ausland
DruckenVersenden
 

Termin für Waffenruhe im Libanon vereinbart

13. Aug 2006 08:15, ergänzt 12:18
Israelische Armee bei Angriffen auf den Libanon
Bild vergrößern
Israel und der Libanon haben einen Termin für die von der Uno vermittelte Waffenruhe akzeptiert. Die israelische Armee und die Hisbollah setzen ihre gegenseitigen Angriffe allerdings auch am Sonntag fort - mehrere Menschen wurden getötet.

Ab Montagmorgen um 7 Uhr sollen im Libanon die Waffen schweigen. Dieser Vereinbarung hätten der libanesische Regierungschef Fuad Siniora und der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert zugestimmt, gab UN-Generalsekretär Kofi Annan am Samstagabend in New York bekannt.

«Ich bin glücklich mitzuteilen, dass die beiden Regierungschefs die Einstellung der Feindseligkeiten vereinbart haben und dass das Ende der Kämpfe am 14. August um 5 Uhr GMT in Kraft tritt», sagte Annan. Das israelische Kabinett kam am Sonntag zusammen, um einen Beschluss herbeizuführen.

Mehr in der Netzeitung:
Trotz der von der Uno vermittelten Waffenstillstands-Vereinbarung setzte die israelische Luftwaffe am Sonntag ihre Angriffe fort. Mindestens sieben Menschen wurden getötet, wie die libanesischen Behörden mitteilten. Unter den Opfern sind demnach eine Mutter mit drei Kindern sowie das Hausmädchen der Familie, deren Haus in Burdsch al Tschemali nahe Tyrus zerstört wurde. Zwei weitere Menschen starben laut libanesischen Sicherheitskräften bei einem israelischen Luftschlag im Bekaa-Tal.

Nahe Tyrus wurden zudem Bomben auf Tankstellen abgeworfen, die daraufhin in Brand gerieten, wie Augenzeugen berichteten. Über der Stadt standen schwarze Rauchwolken. Der Direktor eines Krankenhaus in der Nähe eines der Angriffsorte forderte Hilfe an, da die Flammen auf das Gebäude überzugreifen drohten. Das israelisches Militär forderte einen Stopp des gesamten Autoverkehrs in der Region.

Vor dem Morgengrauen zerbombten israelische Kampfflugzeuge nach Polizeiangaben zudem eine Brücke nahe der nordlibanesischen Stadt Halba in der an Syrien grenzenden Region Akkar.

Israeli bei Hisbollah-Angriff getötet

Auch die Hisbollah setzte ihre Angriffe mit Raketen fort. Ein Bewohner der nordisraelischen Ortschaft Schlomi wurde getötet, sieben weitere Menschen wurden nach Angaben israelischer Sanitäter verletzt.

Bei Vorstößen in den Südlibanon waren am Samstag nach israelischen Militärangaben vom Sonntag 19 Soldaten ums Leben gekommen. Fünf weitere galten nach dem Abschuss eines Hubschraubers als vermisst. Dies ist die höchste Zahl von getöteten Soldaten an einem Tag seit Beginn des Krieges gegen die Hisbollah vor einem Monat. Damit hat die israelische Armee bisher mehr als 100 Soldaten verloren.

Israelische Soldaten landeten mit Hubschraubern in der Nähe des Flusses Litani. Gleichzeitig stießen Truppen mit Panzern von der Grenze aus nach Norden vor. Mit dieser Ausweitung der Offensive am Samstagmorgen versuchte Israel, vor Beginn des Waffenstillstands weitere Gebiete im Süden des Libanons unter Kontrolle zu bringen. Mehrere Soldaten wurden bei der Explosion von Panzerabwehrraketen getötet, andere kamen in heftigen Gefechten mit Hisbollah-Kämpfern ums Leben. Zwei Soldaten wurden versehentlich von einem eigenen Panzer überrollt, wie die Streitkräfte mitteilten.

Mehr als 50 Hisbollah-Kämpfer wurden nach israelischen Angaben getötet. Im Marjamein-Tal, in der Nähe des Dorfes Jater, wurde erstmals seit Beginn der Kämpfe am 12. Juli ein israelischer Hubschrauber abgeschossen. Nach Angaben der Hisbollah kam es danach zu heftigen Gefechten, als israelische Soldaten versuchten, die fünfköpfige Besatzung aus dem brennenden Wrack zu bergen. (nz)

 
DruckenVersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
 
Zu weiteren Bildergalerien
Zu weiteren Bildergalerien
Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
 
Koalition einigt sich bei Online-Durchsuchung: 
BKA-Trojaner erhält Verfallsdatum
Trauerfeier zu Afghanistan-Soldaten: 
Jung würdigt Verdienste «gefallener Soldaten»
 
Anschlagsserie mit Dutzenden Toten: 
13-Jährige sprengt sich im Irak in die Luft
Nach dem Tod von acht Zivilisten: 
Syrien kritisiert «Aggression» der US-Armee
 
«Außergewöhnliche Umstände»: 
Merkel und Sarkozy wollen Stabilitätspakt lösen
Alternative Energien, alternative Lieferanten: 
Brüssel macht sich auch für Atomkraft stark
Live Top 5
netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
Aus anderen Ressorts
Zur Autogazette

Geschäftsführer: Dr. Robert Daubner | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.