netzeitung.deErste deutsche Soldaten im Libanon

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Bundeswehrsoldaten (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Bundeswehrsoldaten
Foto: dpa
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Das Bundes- Verteidigungsministerium hat Bundeswehrsoldaten in den Nahen Osten entsandt. Sie sollen unter anderem die deutsche Botschaft in Beirut schützen. Die Grünen finden das «sehr hilfreich».

Ein Kommando deutscher Soldaten wird bereits im Libanon eingesetzt. Ein Sprecher des Berliner Verteidigungsministeriums bestätigte der Tageszeitung «Die Welt», dass ein so genanntes Krisenunterstützungsteam (KUT) in einer Stärke von sieben Soldaten in der deutschen Botschaft in der libanesischen Hauptstadt Beirut im Einsatz sei.

Aufgabe der Soldaten, die im Einvernehmen mit dem Auswärtigen Amt nach Beirut entsandt worden seien, sei die Überprüfung der Sicherheitslage, das Sammeln von Informationen und die Vorbereitung von Evakuierungsmaßnahmen, die im Fall einer drastischen Verschlechterung der Sicherheitslage notwendig werden könnten. Die Soldaten gehören zur Division Spezielle Operationen (DSO) und zum Bereich militärisches Nachrichtenwesen. Sie sind nicht bewaffnet, sodass der Bundestag der Entsendung nicht zustimmen musste.

Die Grünen begrüßten die Maßnahme. «Angesichts der großen Evakuierungaufgaben halte ich den Einsatz für angemessen und notwendig», sagte Grünen-Verteidigungsexperte Winfried Nachtwei der Netzeitung. Derartige Teams seien auch deshalb «sehr hilfreich», weil es sich bei den Soldaten um «Spezialisten zur Planung von Sicherheitsmaßnahmen» handele, erläuterte der Grünen-Politiker. Die Bundesregierung informiere über solche Einsätze in der Regel auch das Parlament - «in vertraulicher Weise», wie Nachtwei betonte.

Krisenunterstützungsteams waren bereits in vielen Ländern im Einsatz, darunter im Irak und Pakistan. (nz)