08.08.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Israels Regierungschef Olmert
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Libanon will Truppen in den umkämpften Süden des Landes schicken. Die israelische Regierung äußert sich widersprüchlich zu dem Plan.
Ausweichend hat der israelische Regierungschef Ehud Olmert auf Ankündigungen des Libanon reagiert, im Rahmen eines Waffenstillstands-Abkommens Truppen in das Grenzgebiet zu Israel zu entsenden. Dies sei ein «interessanter Schritt» sagte Olmert am Dienstag nach einem Treffen mit Staatspräsident Mosche Katsav in Jerusalem. Welche Bedeutung der libanesische Plan habe, müsse aber noch überprüft werden.
Der Regierungschef sicherte auch weiterhin Unterstützung Israels für die UN-Resolution 1559 zu, die unter anderem eine Kontrolle des gesamten libanesischen Staatsgebietes durch die Regierung und eine Entwaffnung militanter Truppen vorsieht.
Das Entscheidende sei, dass die Hisbollah aus dem Südlibanon entfernt werde, so Olmert. Je rascher Israel von dort abziehen könne, umso besser. Bislang hatte die israelische Regierung betont, das Militär erst nach Ankunft einer internationalen Truppe mit robustem Mandat zurückzuziehen.
Am Dienstagmorgen hatte sich Kabinettsminister Tsahi Hanegbi im Armeeradio dagegen noch strikt gegen eine Entsendung libanesischer Soldaten in das Grenzgebiet ausgesprochen. Er warf der Regierung in Beirut vor, mit einem «Trick» verhindern zu wollen, dass auf die Hisbollah weiterer Druck ausgeübt wird. (nz)