netzeitung.deIsrael hackt Hisbollah-Sender

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Hisbollah-Anführer Nasrallah (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Hisbollah-Anführer Nasrallah
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Israel setzt im Kampf gegen die Hisbollah auch auf den Einsatz technischer Mittel. So tauchten im Hisbollah-Fernsehen plötzlich Bilder auf, mit denen kein Zuschauer gerechnet hatte.

Israel ist es am Dienstagabend gelungen, eigene Propagandabotschaften in das Fernsehprogramm des Senders der radikal- islamischen Hisbollah, Al Manar, einzuspielen. Während der Abendnachrichten war für mehrere Minuten das Bild eines toten Hisbollah-Kämpfers zu sehen.

Gleichzeitig war ein Text auf Arabisch eingeblendet: «Dies ist das Foto der Leiche eines Mitglieds der Hisbollah-Spezialtruppe (...) Seht, dass (Hisbollah-Führer Hassan) Nasrallah lügt (...) Wir verstecken nicht unsere Verluste.» Auch ein Foto von Nasrallah wurde gezeigt mit dem Untertitel «Mitglieder der Hisbollah: Seid auf der Hut.»

Bereits in der Vergangenheit hatte Israel im Rahmen der psychologischen Kriegsführung eine Vielfalt technischer Mittel eingesetzt. So wurden Handy-Textmitteilungen (SMS) und auch gesprochene Telefonbotschaften an Libanesen versandt, dass der Kampf der Israelis sich nicht gegen das libanesische Volk, sondern nur gegen die Hisbollah richtet. (nz)