netzeitung.deInnenpolitischer Druck auf Bush wegen Nahost

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Kritischer Parteifreund von US-Präsident Bush: Chuck Hagel (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Kritischer Parteifreund von US-Präsident Bush: Chuck Hagel
Foto: AP
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Ein einflussreicher republikanischer Senator hat sich offen gegen Präsident Bush gestellt. Er forderte einen sofortigen Waffenstillstand im Nahen Osten.

Mit ungewöhnlich scharfen Worten hat der einflussreiche amerikanische Senator Chuck Hagel US-Präsident George W. Bush angehalten, sich für eine unverzügliche Waffenruhe zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah einzusetzen.

Bush müsse alles tun, um «diesen Wahnsinn» zu beenden, sagte der Republikaner am Montag in Washington. «Diese widerwärtige Metzelei auf beiden Seiten muss gestoppt werden.» Der Präsident ist damit auch in den eigenen Reihen unter erheblichem Druck geraten.

Hagel, der eine Präsidentschaftskandidatur 2008 erwägt, hatte die US-Regierung bereits am Wochenende davor gewarnt, ihre Außenpolitik gegenüber Israel zu einseitig auszurichten. Syrien und der Iran müssten einbezogen werden, forderte er laut der «Washington Post»

Die USA müssten Syrien und den Iran in ihre Nahostpolitik mit einbeziehen, sagte Hagel laut der «Washington Post». Das enge Bündnis mit Israel dürfe nicht zu Lasten der Beziehungen mit der arabischen und muslimischen Welt gehen, meinte der Senator aus Nebraska. «Krisendiplomatie ist kein Ersatz für anhaltendes, tagtägliches Engagement», sagte Hagel - und bezog sich damit indirekt auf Bushs Außenpolitik.

Bush befürwortet einen Waffenstillstand bislang nur, falls dadurch ein dauerhafter Frieden erreicht werde. US-Außenministerin Condoleezza Rice hatte eine Waffenruhe ebenfalls an Bedingungen geknüpft. Unter anderem müsse die libanesische Regierung «völlige Souveränität» über ihr Land erhalten. (nz)