18.07.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die Weltgemeinschaft wünscht ein schnelles Ende der Nahost-Eskalation. Israel stellt sich aber auf einen längeren Kampf gegen die Hisbollah-Miliz ein. Die Netzeitung gibt einen Überblick der neuesten Meldungen. .zwischentitel { font: bold 11px verdana, arial, helvetica, sans-serif; display: block; padding: 1px 3px 1px 3px; } Sonntag, 23. Juli Saudi-Arabien fordert USA zum Handeln auf Saudi-Arabien hat US-Präsident George W. Bush am Sonntag offiziell um eine Intervention im Nahostkonflikt gebeten. Er habe dem US-Präsidenten einen Brief von König Abdullah mit der Bitte überreicht, sich um einen sofortigen Waffenstillstand in der Region zu bemühen, sagte der saudische Außenminister Prinz Saud al Faisal nach einem Treffen mit Bush und US-Außenministerin Condoleezza Riche im Weißen Haus. Israelische Angriffe: Elf Libanesen tot Bei den israelischen Luftangriffen auf den Libanon sind am Sonntag mindestens elf Menschen getötet worden. Dies geht aus libanesischen Polizeiangaben hervor. Mit sieben Toten wurde die südlibanesische Hafenstadt Tyrus am schwersten getroffen. Neue Luftangriffe auf Süd-Beirut Israelische Flugzeuge haben am Sonntagnachmittag erneut die südlichen Viertel von Beirut bombardiert. Nach libanesischen Polizeiangaben feuerten sie mindestens drei Luft-Boden- Raketen auf die Bezirke Bir al Abed und Harat Hreik ab, die als Hochburgen der radikal-islamischen Hisbollah-Bewegung gelten. Syrien bietet USA Libanon-Gespräche an Syrien hat sich nach einem Bericht des US-Senders CNN am Sonntag erstmals in die diplomatischen Bemühungen um eine Lösung des Libanon-Konflikts eingeschaltet. Demnach gibt es Äußerungen aus der Regierung, wonach Damaskus zu Gesprächen mit den USA über eine Beilegung der Krise bereit sei. UN-Beobachter schwer verletzt Bei den Kämpfen zwischen israelischen Truppen und Hisbollah-Verbänden ist am Sonntag ein UN-Beobachter schwer verletzt worden. Der Mitarbeiter der UN-Militärmission im Südlibanon (Unifil), dessen Nationalität zunächst nicht mitgeteilt wurde, war von Geschossen der radikal-islamischen Hisbollah-Miliz getroffen worden. Friedensgebet für den Nahen Osten in Leipzig Angesichts der anhaltenden militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten ist an diesem Montag in der Leipziger Nikolaikirche ein Friedensgebet für Israel und seine Nachbarn geplant. Das Gebet beginnt um 17 Uhr. Israelische Rakete trifft Kleinbus Eine israelische Rakete hat am Sonntag im Libanon einen mit libanesischen Flüchtlingen besetzten Kleinbus getroffen. Dabei wurden nach Angaben der libanesischen Sicherheitskräfte drei Insassen getötet und die übrigen 13 verletzt. Die Rakete war von einem Flugzeug abgefeuert worden. Journalistin im Libanon getötet Bei einem israelischen Luftangriff im Libanon ist erstmals auch eine Pressevertreterin ums Leben gekommen. Das Auto der Fotografin, die für eine libanesische Zeitung arbeitete, wurde nahe der Stadt Tyrus von einer Rakete getroffen. Hisbollah zu indirekten Gesprächen bereit Die Hisbollah hat nach libanesischen Angaben indirekten Verhandlungen mit Israel über einen Gefangenenaustausch zugestimmt. Die libanesische Regierung wolle federführend sein, wenn eine dritte Partei die Vermittlungen übernehme, sagte Parlamentspräsident Nabih Berri. Israel für Nato-Schutztruppe im Libanon Der israelische Verteidigungsminister Amir Perez hat einen Nato-Einsatz im Libanon ins Gespräch gebracht. Israel würde eine Schutztruppe vorübergehend akzeptieren, sagte er. Die libanesische Armee sei allein nicht im Stande, die Hisbollah zurückzuhalten. Merkel sieht Libanon nicht genug unterstützt Bundeskanzlerin Angela Merkel hat der Staatengemeinschaft vorgeworfen, dem Libanon keine ausreichende Hilfe zur Entwaffnung der Hisbollah gegeben zu haben. Eine Beteiligung der Bundeswehr an einer möglichen UN-Friedenstruppe für den Nahen Osten schließt sie derzeit aber aus. Tote bei Hisbollah-Angriffen in Israel Die Hisbollah hat am Sonntag in mehreren Salven Katjuscha-Raketen auf den Norden Israels abgefeuert. Der israelische Rundfunk meldete, dass die Hafenstadt Haifa und Karmiel getroffen worden seien. Mindestens zwei Menschen seien getötet und weitere verletzt worden. Die Bewohner von Haifa wurden aufgerufen, in den Schutzräumen zu bleiben. US-Rückendeckung für Libanon-Angriffe Für die Offensive im Libanon geben die USA Israel noch bis nächsten Sonntag Zeit. Davon gehen israelische Regierungskreise aus. Israel greift libanesische Stadt Sidon an In der Nacht zum Sonntag hat die israelische Luftwaffe erstmals die libanesische Küstenstadt Sidon bombardiert. Auch in der Hauptstadt Beirut wurden erneut Ziele getroffen. An der Grenze zu Israel wurde eine Textilfabrik zerstört. Die Hisbollah feuerte am Morgen erneut Raketen auf den Norden Israels ab. Samstag, 22. Juli WHO geht von 600.000 Flüchtlingen aus Die Kämpfe im Libanon haben nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO mehr als 600.000 Menschen zu Flüchtlingen gemacht. Zuvor war die WHO von 500.000 Flüchtlingen ausgegangen. Laut WHO-Regionalbüro wurden bei den Kämpfen bislang rund 350 Menschen getötet und etwa 1000 verletzt. Israel erobert Grenzdorf Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben das strategisch wichtige Grenzdorf Marun al Ras unter ihre Kontrolle gebracht. Es gebe nur am Ortsrand noch Schießereien, sagte ein Sprecher in Tel Aviv. Die Soldaten waren mit etwa einem Dutzend Panzer in das Dorf vorgedrungen. Die Hisbollah teilte mit, sie habe drei Panzer zerstört. Israel dementiert. Zypern fordert mehr Hilfe von EU Zyperns Präsident Tassos Papadopoulos hat die EU wegen der steigenden Zahl von Flüchtlingen aus dem Libanon zu mehr Unterstützung aufgefordert. Zypern könne die Flüchtlinge für ein paar Tage aufnehmen, aber dann müsse die EU seinem Land dabei helfen, sie schnell in ihre Heimatländer zu bringen, sagte er. Die Regierung schätzt, dass bereits 20.000 Flüchtende auf der Insel gelandet sind. Verletzte bei Hisbollah-Angriffen Die schiitische Hisbollah-Miliz hat Raketen auf Carmiel und Naharija im Norden Israels abgefeuert. Dabei wurden zwei Menschen verletzt, wie die israelische Polizei mitteilte. Angriff aus israelischen Stützpunkt Kämpfer der schiitischen Hisbollah-Miliz haben einen Militärstützpunkt in Israel angegriffen und dabei einen Soldaten verwundet. Der Angriff ist nach Angaben der israelischen Streitkräfte auf den Heeresstützpunkt Nurit nahe des Ortes Avivim erfolgt. Proteste in Großbritannien Tausende Demonstranten haben in mehreren britischen Städten gegen Israels Offensive im Libanon protestiert. Laut Polizei waren es allein in London 7000 Menschen, landesweit wird die Zahl auf mehr als 10.000 geschätzt. Dazu hatten unter anderem die «Stoppt den Krieg-Koalition» und die Muslimische Vereinigung Großbritanniens aufgerufen. TV-Anlagen im Libanon bombardiert Die israelische Luftwaffe hat binnen 24 Stunden rund 150 Ziele im Libanon angegriffen, darunter Fernsehübertragungs-Antennen und die Anlage einer Mobilfunkfirma in Adma nördlich von Beirut. Die Hisbollah hat demnach 50 Raketen auf Ziele im Norden Israels abgefeuert. Israelisches Militär in libanesischem Dorf Israelisches Militär hat nach eigenen Angaben ein Dorf im Südwesten des Libanon unter seine Kontrolle gebracht. Bei Luftangriffen wurden auch die Scheeba-Farmen getroffen. Das zunächst von Israel 1967 im Sechs-Tage-Krieg von Syrien eroberte Gebiet wird inzwischen mit syrischer Duldung vom Libanon beansprucht. In den israelischen Orten Karmiel und Kiijat Schmona schlugen Raketen der Hisbollah ein. Steinmeier in Nahen Osten abgereist Bundesaußenminister Frank Walter Steinmeier ist am Samstagmorgen zu einer zweitägigen Nahost-Reise aufgebrochen. Er will dort «Spielräume für eine diplomatische Lösung ausleuchten». Hunderte israelische Soldaten im Libanon Die israelische Luftwaffe bombardiert in der Nacht zum Samstag weitere 70 Ziele im Libanon, darunter Kommando- und Raketenstellungen der Hisbollah. Laut der UN-Mission Unifil sind bereits etwa 300 israelische Soldaten in den Libanon vorgedrungen. Annan warnt vor humanitärer Katastrophe UN-Generalsekretär Annan befürchtet, dass sich die Lage für die Zivilbevölkerung im Libanon drastisch verschlechtert. Der Krieg habe bereits rund 700.000 Menschen im Land in die Flucht getrieben. Freitag, 21. Juli Libanon-Konferenz in Rom soll Krise lösen Mit einer Libanon-Konferenz will die internationale Gemeinschaft ihre Bemühungen zur Beilegung der Krise im Nahen Osten verstärken. An dem Treffen am Mittwoch in Rom sollen neben Us-Außenministerin Rice auch Vertreter Israels, Saudi-Arabiens, Russlands, der Europäischen Union, der UNO, der Weltbank und anderer Staaten teilnehmen. Israel sagt Korridor für humanitäre Hilfe zu Israel will nach Angaben seines UN-Botschafters sichere Korridore für humanitäre Hilfe im Libanon einrichten. Lebensmittel, Medizin und andere Lieferungen in den Libanon sollten so gesichert werden, sagte UN-Botschafter Dan Gillerman. Verletzte bei Hisbollah-Angriff auf Haifa Mindestens fünf Raketen der Hisbollah sind in der nordisraelischen Stadt Haifa eingeschlagen. Zehn Menschen wurden nach Angaben von Rettungsdiensten verwundet. Israel verlegt weitere Truppen Die israelische Armee will am Wochenende weitere Soldaten an das Grenzgebiet zum Libanon verlegen. Die Einsätze von Bodentruppen gegen die Hisbollah sollten im Umfang beschränkt bleiben, sagte Israels Generalstabschef Dan Haluz. Polizei löst Pro-Hisbollah-Kundgebung auf Die Polizei im Golfstaat Bahrain hat am Freitag in der Hauptstadt Manama eine Demonstration von rund 100 Anhängern der islamistischen Bewegungen Hisbollah und Hamas gewaltsam aufgelöst. Die Polizei setzte Tränengas ein. Hisbollah lehnt UN- Friedensaufruf ab Die radikal-islamische Hisbollah-Organisation lehnt den Aufruf von UN-Generalsekretär Kofi Annan zu einer Beendigung der kriegerischen Auseinandersetzungen im Libanon ab. «Wir akzeptieren lediglich einen Waffenstillstand ohne jegliche Vorbedingungen, gefolgt von indirekten Gesprächen über einen Gefangenenaustausch», hieß es. Annan hatte auch die unverzügliche Freilassung der beiden vor neun Tagen von der Hisbollah verschleppten israelischen Soldaten gefordert. Israels Ex-Minister will Angriff auf Syrien Der ehemalige israelische Vize-Außenminister Jossi Beilin hat im Konflikt mit der radikalen Hisbollah im Libanon auch Angriffe auf syrische Ziele gefordert. Es sei wichtig, den «wirklich Verantwortlichen» zu treffen. 4200 Deutsche in Sicherheit gebracht Deutschland hat in den vergangenen Tagen mehr als 4200 Bundesbürger aus den Krisengebieten im Libanon gebracht. Damit sei das Gros der Deutschen aus dem Land ausgereist, teilte das Auswärtige Amt mit. Verletzte bei Hisbollah-Raketenangriff auf Haifa In der israelischen Hafenstadt Haifa explodieren mindestens sechs Raketen. Bei dem Beschuss der drittgrößten israelischen Stadt durch die schiitische Hisbollah-Miliz wurden nach Angaben von Rettungsdiensten sechs Menschen verletzt. Rice reist in Nahen Osten US-Außenministerin Condoleezza Rice plant Diplomaten zufolge, Sonntag in den Nahen Osten zu reisen, um sich für eine Entspannung im Konflikt zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz einzusetzen. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier besucht laut Auswärtigem Amt bereits ab Samstag den Nahen Osten. Israel plant Einberufung von Reservisten Die israelische Armee will tausende Reservisten einziehen, um sie an den Fronten im Libanon und im Gazastreifen einzusetzen. Dutzende Deutsche im Libanon eingeschlossen Mehr als 50 Bundesbürger sitzen in einem Dorf im Süden Libanons fest. Das Auswärtige Amt äußerte sich besorgt und versprach Hilfe bei der Ausreise. Israel verstärkt Einsätze im Südlibanon Die israelische Armee hat ihre Angriffe auf Hisbollah-Stellungen im Süden des Libanon ausgeweitet. Aus Sicherheitskreisen in Israel verlautete, die Militäraktion werde erst beendet, wenn die Hisbollah hinter einen 30 Kilometer von der Grenze entfernten Fluss zurückgedrängt worden sei. Damit wird eine israelische Bodenoffensive immer wahrscheinlicher. Hisbollah will nicht mit Israel verhandeln Hisbollah-Führer Scheich Hassan Nasrallah lehnt direkte Gespräche mit Israel über eine Freilassung der entführten Soldaten ab. Die Miliz sei nur bereit, sie im Rahmen eines Gefangenenaustausches auf freien Fuß zu setzen. Heftige Explosionen im Süden Beiruts Israelisches Militär hat in der Nacht zum Freitag nach eigenen Angaben mehr als 40 Ziele im Libanon bombardiert. Libanesische Augenzeugen berichten von starken Explosionen im Süden der Hauptstadt Beirut. Weitere Deutsche aus Libanon geholt Mehrere hundert deutsche Libanon-Flüchtlinge sind in Deutschland eingetroffen. In Frankfurt landete eine Maschine mit 191 Passagieren, die im syrischen Damaskus gestartet war. In Köln-Wahn waren zuvor zwei Flugzeuge der Luftwaffe mit insgesamt rund 200 Bundesbürgern an Bord angekommen. Weitere Flüge sind geplant. Botschafter Stein für Nato-Einsatz Der israelische Botschafter in Deutschland, Schimon Stein, hat sich gegen die Stationierung von UN-Blauhelmen im Südlibanon ausgesprochen. Er plädiert für eine Nato-Mission nach dem Vorbild Afghanistans. Donnerstag, 20. Juli Drei israelische Soldaten getötet Bei Kämpfen zwischen der israelischen Armee und der Hisbollah werden im Südlibanon drei israelische Soldaten getötet. Drei weitere Soldaten seien am Donnerstag verletzt worden, berichtet ein Fernsehsender. Verwirrung um Entführung Die libanesische Polizei dementiert die Entführung zweier Journalisten. Sie seien lediglich vorübergehend von der Polizei festgenommen worden. Anlass seien Auseinandersetzungen zwischen den Journalisten und Flüchtlingen in einem Park in Beirut gewesen. Medien hatten berichtet, die schiitische Hisbollah-Miliz habe in Beirut zwei ausländische Fernsehjournalisten entführt. Die Reporter seien am Donnerstag verschleppt worden, als sie in einem Viertel im Zentrum der libanesischen Hauptstadt für einen Filmbeitrag drehten, berichteten Medien. UN-Generalsekretär verlangt Waffenruhe In einem dringenden Appell hat UN-Generalsekretär Kofi Annan vor dem Weltsicherheitsrat auf «sofortige Einstellung aller Feindseligkeiten» im Libanon-Konflikt gedrungen. Israel lehnte den Ruf nach einem Waffenstillstand umgehend ab. Libanon ruft zu Hisbollah-Entwaffnung auf Der libanesische Regierungschef Fuad Siniora bittet die internationale Gemeinschaft um Unterstützung bei der Entwaffnung der Hisbollah. Die Miliz sei «ein Staat im Staat» geworden. Bundesbürger verlassen Libanon Seit Freitag haben mehr als 3500 Deutsche den Libanon verlassen können. Allein am Mittwoch reisten laut Auswärtigem Amt 2800 aus dem Land aus. Zehn Millionen Euro für Nothilfe im Libanon Die Europäische Union hat zehn Millionen Euro an Katastrophenhilfe für die vor israelischem Beschuss fliehenden Menschen im Libanon bereit gestellt. Mit dem Betrag sollten die dringendsten Bedürfnisse gestillt werden können, erklärte EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso. Israel bittet Deutschland um Hilfe Das israelische Außenministerium hat sich um Unterstützung an Deutschland gewandt, um eine Freilassung der von der Hisbollah entführten israelischen Soldaten zu erreichen. Zur Linderung des Flüchtlingselends sagte Israel «humanitäre Korridore» zu, über die Ausländer den Libanon verlassen könnten. Airbus mit Deutschen gelandet Mit einem Airbus der LTU sind 361 Deutsche aus der Krisenregion ausgeflogen worden. Die im syrischen Damaskus gestartete Maschine landete am Donnerstagvormittag in Düsseldorf. Fünf weitere Charterflüge und drei Flüge der Bundeswehr sollen folgen. Neue Luftangriffe auf Beirut Die israelische Luftwaffe hat am frühen Donnerstagmorgen erneut den Süden Beiruts angegriffen. Berichte, wonach Israel einen Bunker der Hisbollah getroffen wurde, wies die radikal-islamische Miliz zurück. 15.000 Menschen im Südlibanon eingeschlossen Durch die Kampfhandlungen sind nach Angaben von Hilfsorganisationen mindestens 15.000 Menschen von jeglicher Versorgung abgeschnitten. Unter ihnen sind laut dem libanesischen Roten Kreuz auch Schwerverletzte. Mittwoch, 19. Juli Tote bei Angriffen im Gazastreifen Die israelische Luftwaffe hat am Mittwochabend ihre Angriffe im Gazastreifen fortgesetzt. Ziel war die Umgebung des Flüchtlingslagers Mughasi, in das am Morgen auch Bodentruppen eingedrungen waren. Kinder bei Angriff auf Nazareth getötet Bei einem Raketenangriff der Hisbollah-Miliz auf die israelische Stadt Nazareth sind am Mittwoch drei Menschen getötet worden, darunter zwei Kinder. Zwei weitere Personen wurden verletzt, wie die Polizei mitteilte. 500.000 Menschen im Libanon auf der Flucht Eine Woche nach Beginn der israelischen Militäroffensive wird die Lage für die Menschen im Libanon immer dramatischer. Laut UN-Angaben sind eine halbe Million Menschen auf der Flucht vor der Militärgewalt. 2300 Deutsche verlassen den Libanon Wegen des Nahost-Konflikts haben am Mittwoch etwa 2300 Deutsche den Libanon verlassen. Nach Angaben des Auswärtigen Amts sind sie auf dem Weg in die syrische Hauptstadt Damaskus beziehungsweise in die Türkei. Weitere Abschiebstopps verhängt Nach Rheinland-Pfalz verhängen auch Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen Abschiebestopps in den Libanon. Weil die Menschen nach ihrer Ankunft im Libanon «an Leib und Leben gefährdet» seien, würden geplante Abschiebungen abgesagt, hieß es. Zwei israelische Soldaten getötet Bei Kämpfen im Südlibanon sterben am Mittwoch zwei israelische Soldaten. Wie die Armee mitteilte, wurden bei den Auseinandersetzungen mit der Hisbollah neun weitere Soldaten verletzt. Drei Tote bei Raketenangriff auf Nazareth Bei einem Raketenangriff der Hisbollah-Miliz auf die israelische Stadt Nazareth sterben am Mittwoch drei Menschen, darunter zwei Kinder. Zwei weitere Personen wurden verletzt, wie die Polizei mitteilte. Hisbollah feuert erneut auf Israel Die libanesische Hisbollah-Miliz hat am Mittwochnachmittag erneut Raketen auf mehrere Städte in Nordisrael abgefeuert. Israelische Medien berichteten von Einschlägen in Haifa, Tiberias und Karmiel. EU fordert Israel zu Zurückhaltung auf EU-Chefdiplomat Javier Solana hat am Mittwoch Israel bei seiner Militäraktion im Libanon zur Zurückhaltung aufgefordert. Nach einem Treffen mit der israelischen Außenministerin Zipi Livni sagte Solana in Jerusalem, das seit einer Woche andauernde Blutvergießen könne die libanesische Regierung schwächen und einen Sieg im Kampf gegen den Terror erschweren. Die Bundesregierung forderte Israel bei ihrem Vorgehen im Gazastreifen zur Zurückhaltung auf. Ausreise zehntausender in Vorbereitung Die Kämpfe im Libanon haben einen Exodus tausender Ausländer ausgelöst. Die Bundesregierung bereitete am Mittwoch die Rückführung von 3000 Deutschen und ihrer Familienangehörigen aus Beirut vor. Dänemark brachte mehr als 4000 seiner Staatsbürger in Sicherheit, die USA 1000, ein griechisches Schiff 500 griechische, skandinavische, französische und einige britische Bürger. Kanada bereitete unterdessen die Ausreise zehntausender Flüchtlinge vor. Ein deutscher Außenamtssprecher sagte, bisher seien in fünf Konvois mehr als 750 Deutsche nach Syrien sowie per Schiff nach Zypern ausgereist. Bodengefechte im Südlibanon Die israelischen Bodentruppen sind bei ihrem Einsatz im Südlibanon auf heftige Gegenwehr der Hisbollah gestoßen. Bei einem Schusswechsel nahe dem Ort Moshav Avivim ist nach isralischen Angaben ein Hisbollah-Milizionär gestorben, die Hisbollah spricht dagegen von zwei toten Israelis. Angeblich wieder Soldat verschleppt In Israel ist laut einem Fernsehbericht ein weiterer Soldat verschleppt worden. Augenzeugen sagten dem Sender Channel 2, sie hätten gesehen, wie der Soldat nördlich von Tel Aviv entführt worden sei. Der Sender berichtete weiter, die Polizei habe einen Telefonanruf von einem Soldaten erhalten, der als Tramper in dem Gebiet unterwegs gewesen sei. Ausländer in Beirut warten auf Ausreise Dutzende von Deutschen, Australiern, Amerikanern und Kanadiern haben sich am Mittwoch auf dem Hafengelände von Beirut versammelt, um aus dem Libanon herauszukommen. «Es herrscht Panik. Jeder, der die Möglichkeit hat, will diese Hölle verlassen», sagte einer der Wartenden, Ali Sabeh, ein Deutscher libanesischer Herkunft. Solana trifft Israels Außenministerin Der EU-Außenbeauftragte Javier Solana hat am Mittwoch in Jerusalem die israelische Außenministerin Zipi Liwni getroffen. Dies bestätigte ein Sprecher des israelischen Außenministeriums. Israel befürchtet Selbstmordanschlag Die israelischen Sicherheitskräfte befürchten einen palästinensischen Selbstmordanschlag nördlich von Tel Aviv. Es gebe Hinweise darauf, dass sich in der Ortschaft Kfar Saba ein Selbstmordattentäter aufhalte, berichtete der Fernsehsender Kanal 2. Ein Polizeisprecher bestätigte, die Sicherheitskräfte in der Gegend seien in Alarmbereitschaft versetzt worden und errichteten Straßensperren. Zehn Palästinenser bei Angriffen gestorben Bei Angriffen der israelischen Streitkräfte in den palästinensischen Autonomiegebieten sind zehn Menschen gestorben. Sieben davon kamen laut palästinensischen Angaben bei Gefechten im Flüchtlingslager Al-Maghasi im mittleren Gazastreifen um, drei bei Kämpfen in Nablus im Westjordanland. Israelische Truppen hätten die Sicherheitszentrale der Autonomiebehörde angegriffen und drei Beamte getötet, hieß es. Die Truppen rissen mit Bulldozern die Mauern des dortigen Gefängnisses nieder. 33 Tote bei Angriffen im Libanon Bei israelischen Luftangriffen sind am Mittwoch mindestens 33 Menschen im Libanon ums Leben gekommen. Bei einem Angriff auf ein Dorf nahe des südlibanesischen Hafens Tyrus starben nach Angaben von Rot-Kreuz-Mitarbeitern mindestens 21 Menschen. In einem nahe gelegenen Ort wurden zehn Menschen unter den Trümmern ihrer Häuser begraben. Im Ort Nabatije im Süden starben sechs Menschen, in einem Dorf nahe Baalbek im östlichen Libanon ebenfalls sechs Menschen. 1000 US-Bürger auf der Flucht In der Nähe der US-Botschaft in Beirut haben sich am Mittwoch rund 200 US-Bürger versammelt, die den Libanon verlassen wollen. Sie sollen auf einem Kreuzfahrtschiff zunächst nach Zypern gebracht werden. Laut US-Botschaft haben sich rund 1000 US-Bürger für die Ausreise angemeldet. 25 Luftangriffe in der Nacht Die israelische Luftwaffe hat in der Nacht ihre Luftangriffe im Libanon fortgesetzt. Wie ein Armeesprecher am Mittwochmorgen mitteilte, wurden seit Mitternacht 25 Ziele attackiert. Dem libanesischem Fernsehen zufolge waren die Hauptstadt Beirut und der Süden des Landes betroffen. Die Hisbollah beschoss erneut den Norden Israels mit Raketen. Israelische Bodentruppen im Libanon Israelische Bodentruppen sind in der Nacht zum Mittwoch auf libanesisches Gebiet vorgedrungen. Das bestätigte ein Armeesprecher in Tel Aviv. Es handele sich um einen begrenzten und «punktuellen» Einsatz. Ziel sei es, Stützpunkte der radikalen Hisbollah-Miliz im Grenzgebiet ausfindig zu machen. Dienstag, 18. Juli 27 Opfer im Libanon am Dienstag Am Dienstag sind nach nach Krankenhausangaben aus Beirut mindestens 27 Menschen infolge der israelischen Luftangriffe im Libanon gestorben. 90 wurden verletzt. Damit stieg die Zahl der Opfer auf libanesischer Seite auf 245 Tote und 890 Verletzte. Hunderttausende Flüchtlinge im Libanon Im Libanon sind laut UN-Angaben hunderttausende Zivilisten auf der Flucht vor israelischen Luftangriffen. Mehr als 400.000 Menschen seien im Kriegsgebiet vertrieben worden, teilte die Weltgesundheits- Organisation WHO am Dienstag in Genf mit. Israelischer Zivilist getötet Eine aus dem Südlibanon abgefeuerte Katjuscha-Rakete hat am Dienstag einen Israeli im nördlichen Seebad Naharia getötet. Fünf weitere erlitten Verletzungen, berichteten israelische Medien. Rotes Kreuz stellt Soforthilfe bereit Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat für den Libanon 200.000 Euro an Soforthilfe zur Verfügung gestellt. Das Geld werde für dringend notwendige Hilfsgüter wie Medikamente, Hygieneartikel und Nahrungsmittel verwendet, teilte die Hilfsorganisation am Dienstag in Berlin mit. 700 Deutsche in Sicherheit Deutschland hat nach den Worten von Außenminister Frank-Walter Steinmeier bisher 700 eigene Staatsangehörige aus dem Libanon in Sicherheit gebracht. Steinmeier sagte am Dienstag in Berlin, es gebe akute Sorge wegen der Sicherheit der Reisewege. Wieder Raketen auf Nordisrael Die Hisbollah hat am Dienstag weitere Raketen auf den Norden Israels abgefeuert. Dabei wurden in der nördlichen Stadt Naharija ein Israeli getötet und mehrere weitere verletzt, wie die israelischen Behörden mitteilten. Auch in der Hafenstadt Haifa schlugen erneut mindestens sieben Geschosse ein. Sondersitzung im Bundestag Wegen der Eskalation im Nahen Osten unterbrechen die Außenpolitiker des Bundestages ihre Sommerferien. Laut Agentur-Angaben kommt der Auswärtige Ausschuss des Parlaments am Donnerstag zu einer Sondersitzung zusammen. Israel bombardiert wichtige Evakuierungsroute Israelische Kampfflugzeuge haben am Dienstag erneut die wichtigste Verbindungsstraße zwischen Beirut und Damaskus bombardiert, auf der ein Großteil der ausländische Flüchtlinge den Libanon verlässt. Erster Evakuierungsflug aus Libanon gelandet Mit dem ersten offiziellen Evakuierungsflug hat das Auswärtige Amt am Dienstagmorgen 320 Menschen aus dem Libanon nach Deutschland gebracht. In einem von der deutschen Botschaft in Beirut organisierten Bus-Konvoi waren die Flüchtlinge zuvor in die syrische Hauptstadt Damaskus gereist, wo der Airbus nach Düsseldorf startete. Israelische Stadt Haifa mit Raketen angegriffen Die israelische Stadt Haifa ist am Dienstag erneut mit Raketen angegriffen werden. Die Geschossen schlugen in der Nähe des Hafens und eines Bahndepots ein. Über dem betroffenen Stadtteil stieg Rauch auf. Über mögliche Opfer wurde zunächst nichts bekannt. Von Frankreich gecharterte Fähre in Larnaka Eine von Frankreich gecharterte Fähre mit etwa 950 aus dem Libanon geflohenen Ausländern an Bord ist am Dienstag in der zypriotischen Hafenstadt Larnaka angekommen. Nach einem Bericht des französischen Radiosenders France-Info sind darunter rund 800 Franzosen. (nz)
Sonntag, 23. JuliSaudi-Arabien fordert USA zum Handeln aufSaudi-Arabien hat US-Präsident George W. Bush am Sonntag offiziell um eine Intervention im Nahostkonflikt gebeten. Er habe dem US-Präsidenten einen Brief von König Abdullah mit der Bitte überreicht, sich um einen sofortigen Waffenstillstand in der Region zu bemühen, sagte der saudische Außenminister Prinz Saud al Faisal nach einem Treffen mit Bush und US-Außenministerin Condoleezza Riche im Weißen Haus.
Israelische Angriffe: Elf Libanesen totBei den israelischen Luftangriffen auf den Libanon sind am Sonntag mindestens elf Menschen getötet worden. Dies geht aus libanesischen Polizeiangaben hervor. Mit sieben Toten wurde die südlibanesische Hafenstadt Tyrus am schwersten getroffen.
Neue Luftangriffe auf Süd-BeirutIsraelische Flugzeuge haben am Sonntagnachmittag erneut die südlichen Viertel von Beirut bombardiert. Nach libanesischen Polizeiangaben feuerten sie mindestens drei Luft-Boden- Raketen auf die Bezirke Bir al Abed und Harat Hreik ab, die als Hochburgen der radikal-islamischen Hisbollah-Bewegung gelten.
Syrien bietet USA Libanon-Gespräche anSyrien hat sich nach einem Bericht des US-Senders CNN am Sonntag erstmals in die diplomatischen Bemühungen um eine Lösung des Libanon-Konflikts eingeschaltet. Demnach gibt es Äußerungen aus der Regierung, wonach Damaskus zu Gesprächen mit den USA über eine Beilegung der Krise bereit sei.
UN-Beobachter schwer verletztBei den Kämpfen zwischen israelischen Truppen und Hisbollah-Verbänden ist am Sonntag ein UN-Beobachter schwer verletzt worden. Der Mitarbeiter der UN-Militärmission im Südlibanon (Unifil), dessen Nationalität zunächst nicht mitgeteilt wurde, war von Geschossen der radikal-islamischen Hisbollah-Miliz getroffen worden.
Friedensgebet für den Nahen Osten in LeipzigAngesichts der anhaltenden militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten ist an diesem Montag in der Leipziger Nikolaikirche ein Friedensgebet für Israel und seine Nachbarn geplant. Das Gebet beginnt um 17 Uhr.
Israelische Rakete trifft KleinbusEine israelische Rakete hat am Sonntag im Libanon einen mit libanesischen Flüchtlingen besetzten Kleinbus getroffen. Dabei wurden nach Angaben der libanesischen Sicherheitskräfte drei Insassen getötet und die übrigen 13 verletzt. Die Rakete war von einem Flugzeug abgefeuert worden.
Journalistin im Libanon getötetBei einem israelischen Luftangriff im Libanon ist erstmals auch eine Pressevertreterin ums Leben gekommen. Das Auto der Fotografin, die für eine libanesische Zeitung arbeitete, wurde nahe der Stadt Tyrus von einer Rakete getroffen.
Hisbollah zu indirekten Gesprächen bereitDie Hisbollah hat nach libanesischen Angaben indirekten Verhandlungen mit Israel über einen Gefangenenaustausch zugestimmt. Die libanesische Regierung wolle federführend sein, wenn eine dritte Partei die Vermittlungen übernehme, sagte Parlamentspräsident Nabih Berri.
Israel für Nato-Schutztruppe im LibanonDer israelische Verteidigungsminister Amir Perez hat einen Nato-Einsatz im Libanon ins Gespräch gebracht. Israel würde eine Schutztruppe vorübergehend akzeptieren, sagte er. Die libanesische Armee sei allein nicht im Stande, die Hisbollah zurückzuhalten.
Merkel sieht Libanon nicht genug unterstütztBundeskanzlerin Angela Merkel hat der Staatengemeinschaft vorgeworfen, dem Libanon keine ausreichende Hilfe zur Entwaffnung der Hisbollah gegeben zu haben. Eine Beteiligung der Bundeswehr an einer möglichen UN-Friedenstruppe für den Nahen Osten schließt sie derzeit aber aus.
Tote bei Hisbollah-Angriffen in IsraelDie Hisbollah hat am Sonntag in mehreren Salven Katjuscha-Raketen auf den Norden Israels abgefeuert. Der israelische Rundfunk meldete, dass die Hafenstadt Haifa und Karmiel getroffen worden seien. Mindestens zwei Menschen seien getötet und weitere verletzt worden. Die Bewohner von Haifa wurden aufgerufen, in den Schutzräumen zu bleiben.
US-Rückendeckung für Libanon-AngriffeFür die Offensive im Libanon geben die USA Israel noch bis nächsten Sonntag Zeit. Davon gehen israelische Regierungskreise aus.
Israel greift libanesische Stadt Sidon anIn der Nacht zum Sonntag hat die israelische Luftwaffe erstmals die libanesische Küstenstadt Sidon bombardiert. Auch in der Hauptstadt Beirut wurden erneut Ziele getroffen. An der Grenze zu Israel wurde eine Textilfabrik zerstört. Die Hisbollah feuerte am Morgen erneut Raketen auf den Norden Israels ab.
Samstag, 22. JuliWHO geht von 600.000 Flüchtlingen ausDie Kämpfe im Libanon haben nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO mehr als 600.000 Menschen zu Flüchtlingen gemacht. Zuvor war die WHO von 500.000 Flüchtlingen ausgegangen. Laut WHO-Regionalbüro wurden bei den Kämpfen bislang rund 350 Menschen getötet und etwa 1000 verletzt.
Israel erobert GrenzdorfDie israelische Armee hat nach eigenen Angaben das strategisch wichtige Grenzdorf Marun al Ras unter ihre Kontrolle gebracht. Es gebe nur am Ortsrand noch Schießereien, sagte ein Sprecher in Tel Aviv. Die Soldaten waren mit etwa einem Dutzend Panzer in das Dorf vorgedrungen. Die Hisbollah teilte mit, sie habe drei Panzer zerstört. Israel dementiert.
Zypern fordert mehr Hilfe von EUZyperns Präsident Tassos Papadopoulos hat die EU wegen der steigenden Zahl von Flüchtlingen aus dem Libanon zu mehr Unterstützung aufgefordert. Zypern könne die Flüchtlinge für ein paar Tage aufnehmen, aber dann müsse die EU seinem Land dabei helfen, sie schnell in ihre Heimatländer zu bringen, sagte er. Die Regierung schätzt, dass bereits 20.000 Flüchtende auf der Insel gelandet sind.
Verletzte bei Hisbollah-AngriffenDie schiitische Hisbollah-Miliz hat Raketen auf Carmiel und Naharija im Norden Israels abgefeuert. Dabei wurden zwei Menschen verletzt, wie die israelische Polizei mitteilte.
Angriff aus israelischen StützpunktKämpfer der schiitischen Hisbollah-Miliz haben einen Militärstützpunkt in Israel angegriffen und dabei einen Soldaten verwundet. Der Angriff ist nach Angaben der israelischen Streitkräfte auf den Heeresstützpunkt Nurit nahe des Ortes Avivim erfolgt.
Proteste in GroßbritannienTausende Demonstranten haben in mehreren britischen Städten gegen Israels Offensive im Libanon protestiert. Laut Polizei waren es allein in London 7000 Menschen, landesweit wird die Zahl auf mehr als 10.000 geschätzt. Dazu hatten unter anderem die «Stoppt den Krieg-Koalition» und die Muslimische Vereinigung Großbritanniens aufgerufen.
TV-Anlagen im Libanon bombardiertDie israelische Luftwaffe hat binnen 24 Stunden rund 150 Ziele im Libanon angegriffen, darunter Fernsehübertragungs-Antennen und die Anlage einer Mobilfunkfirma in Adma nördlich von Beirut.
Die Hisbollah hat demnach 50 Raketen auf Ziele im Norden Israels abgefeuert.
Israelisches Militär in libanesischem DorfIsraelisches Militär hat nach eigenen Angaben ein Dorf im Südwesten des Libanon unter seine Kontrolle gebracht. Bei Luftangriffen wurden auch die Scheeba-Farmen getroffen. Das zunächst von Israel 1967 im Sechs-Tage-Krieg von Syrien eroberte Gebiet wird inzwischen mit syrischer Duldung vom Libanon beansprucht.
In den israelischen Orten Karmiel und Kiijat Schmona schlugen Raketen der Hisbollah ein.
Steinmeier in Nahen Osten abgereistBundesaußenminister Frank Walter Steinmeier ist am Samstagmorgen zu einer zweitägigen Nahost-Reise aufgebrochen. Er will dort «Spielräume für eine diplomatische Lösung ausleuchten».
Hunderte israelische Soldaten im LibanonDie israelische Luftwaffe bombardiert in der Nacht zum Samstag weitere 70 Ziele im Libanon, darunter Kommando- und Raketenstellungen der Hisbollah. Laut der UN-Mission Unifil sind bereits etwa 300 israelische Soldaten in den Libanon vorgedrungen.
Annan warnt vor humanitärer KatastropheUN-Generalsekretär Annan befürchtet, dass sich die Lage für die Zivilbevölkerung im Libanon drastisch verschlechtert. Der Krieg habe bereits rund 700.000 Menschen im Land in die Flucht getrieben.
Freitag, 21. JuliLibanon-Konferenz in Rom soll Krise lösenMit einer Libanon-Konferenz will die internationale Gemeinschaft ihre Bemühungen zur Beilegung der Krise im Nahen Osten verstärken. An dem Treffen am Mittwoch in Rom sollen neben Us-Außenministerin Rice auch Vertreter Israels, Saudi-Arabiens, Russlands, der Europäischen Union, der UNO, der Weltbank und anderer Staaten teilnehmen.
Israel sagt Korridor für humanitäre Hilfe zuIsrael will nach Angaben seines UN-Botschafters sichere Korridore für humanitäre Hilfe im Libanon einrichten. Lebensmittel, Medizin und andere Lieferungen in den Libanon sollten so gesichert werden, sagte UN-Botschafter Dan Gillerman.
Verletzte bei Hisbollah-Angriff auf HaifaMindestens fünf Raketen der Hisbollah sind in der nordisraelischen Stadt Haifa eingeschlagen. Zehn Menschen wurden nach Angaben von Rettungsdiensten verwundet.
Israel verlegt weitere TruppenDie israelische Armee will am Wochenende weitere Soldaten an das Grenzgebiet zum Libanon verlegen. Die Einsätze von Bodentruppen gegen die Hisbollah sollten im Umfang beschränkt bleiben, sagte Israels Generalstabschef Dan Haluz.
Polizei löst Pro-Hisbollah-Kundgebung aufDie Polizei im Golfstaat Bahrain hat am Freitag in der Hauptstadt Manama eine Demonstration von rund 100 Anhängern der islamistischen Bewegungen Hisbollah und Hamas gewaltsam aufgelöst. Die Polizei setzte Tränengas ein.
Hisbollah lehnt UN- Friedensaufruf abDie radikal-islamische Hisbollah-Organisation lehnt den Aufruf von UN-Generalsekretär Kofi Annan zu einer Beendigung der kriegerischen Auseinandersetzungen im Libanon ab. «Wir akzeptieren lediglich einen Waffenstillstand ohne jegliche Vorbedingungen, gefolgt von indirekten Gesprächen über einen Gefangenenaustausch», hieß es. Annan hatte auch die unverzügliche Freilassung der beiden vor neun Tagen von der Hisbollah verschleppten israelischen Soldaten gefordert.
Israels Ex-Minister will Angriff auf SyrienDer ehemalige israelische Vize-Außenminister Jossi Beilin hat im Konflikt mit der radikalen Hisbollah im Libanon auch Angriffe auf syrische Ziele gefordert. Es sei wichtig, den «wirklich Verantwortlichen» zu treffen.
4200 Deutsche in Sicherheit gebrachtDeutschland hat in den vergangenen Tagen mehr als 4200 Bundesbürger aus den Krisengebieten im Libanon gebracht. Damit sei das Gros der Deutschen aus dem Land ausgereist, teilte das Auswärtige Amt mit.
Verletzte bei Hisbollah-Raketenangriff auf HaifaIn der israelischen Hafenstadt Haifa explodieren mindestens sechs Raketen. Bei dem Beschuss der drittgrößten israelischen Stadt durch die schiitische Hisbollah-Miliz wurden nach Angaben von Rettungsdiensten sechs Menschen verletzt.
Rice reist in Nahen OstenUS-Außenministerin Condoleezza Rice plant Diplomaten zufolge, Sonntag in den Nahen Osten zu reisen, um sich für eine Entspannung im Konflikt zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz einzusetzen. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier besucht laut Auswärtigem Amt bereits ab Samstag den Nahen Osten.
Israel plant Einberufung von ReservistenDie israelische Armee will tausende Reservisten einziehen, um sie an den Fronten im Libanon und im Gazastreifen einzusetzen.
Dutzende Deutsche im Libanon eingeschlossenMehr als 50 Bundesbürger sitzen in einem Dorf im Süden Libanons fest. Das Auswärtige Amt äußerte sich besorgt und versprach Hilfe bei der Ausreise.
Israel verstärkt Einsätze im SüdlibanonDie israelische Armee hat ihre Angriffe auf Hisbollah-Stellungen im Süden des Libanon ausgeweitet. Aus Sicherheitskreisen in Israel verlautete, die Militäraktion werde erst beendet, wenn die Hisbollah hinter einen 30 Kilometer von der Grenze entfernten Fluss zurückgedrängt worden sei. Damit wird eine israelische Bodenoffensive immer wahrscheinlicher.
Hisbollah will nicht mit Israel verhandelnHisbollah-Führer Scheich Hassan Nasrallah lehnt direkte Gespräche mit Israel über eine Freilassung der entführten Soldaten ab. Die Miliz sei nur bereit, sie im Rahmen eines Gefangenenaustausches auf freien Fuß zu setzen.
Heftige Explosionen im Süden BeirutsIsraelisches Militär hat in der Nacht zum Freitag nach eigenen Angaben mehr als 40 Ziele im Libanon bombardiert. Libanesische Augenzeugen berichten von starken Explosionen im Süden der Hauptstadt Beirut.
Weitere Deutsche aus Libanon geholtMehrere hundert deutsche Libanon-Flüchtlinge sind in Deutschland eingetroffen. In Frankfurt landete eine Maschine mit 191 Passagieren, die im syrischen Damaskus gestartet war. In Köln-Wahn waren zuvor zwei Flugzeuge der Luftwaffe mit insgesamt rund 200 Bundesbürgern an Bord angekommen. Weitere Flüge sind geplant.
Botschafter Stein für Nato-EinsatzDer israelische Botschafter in Deutschland, Schimon Stein, hat sich gegen die Stationierung von UN-Blauhelmen im Südlibanon ausgesprochen. Er plädiert für eine Nato-Mission nach dem Vorbild Afghanistans.
Donnerstag, 20. JuliDrei israelische Soldaten getötetBei Kämpfen zwischen der israelischen Armee und der Hisbollah werden im Südlibanon drei israelische Soldaten getötet. Drei weitere Soldaten seien am Donnerstag verletzt worden, berichtet ein Fernsehsender.
Verwirrung um EntführungDie libanesische Polizei dementiert die Entführung zweier Journalisten. Sie seien lediglich vorübergehend von der Polizei festgenommen worden. Anlass seien Auseinandersetzungen zwischen den Journalisten und Flüchtlingen in einem Park in Beirut gewesen. Medien hatten berichtet, die schiitische Hisbollah-Miliz habe in Beirut zwei ausländische Fernsehjournalisten entführt. Die Reporter seien am Donnerstag verschleppt worden, als sie in einem Viertel im Zentrum der libanesischen Hauptstadt für einen Filmbeitrag drehten, berichteten Medien.
UN-Generalsekretär verlangt WaffenruheIn einem dringenden Appell hat UN-Generalsekretär Kofi Annan vor dem Weltsicherheitsrat auf «sofortige Einstellung aller Feindseligkeiten» im Libanon-Konflikt gedrungen. Israel lehnte den Ruf nach einem Waffenstillstand umgehend ab.
Libanon ruft zu Hisbollah-Entwaffnung aufDer libanesische Regierungschef Fuad Siniora bittet die internationale Gemeinschaft um Unterstützung bei der Entwaffnung der Hisbollah. Die Miliz sei «ein Staat im Staat» geworden.
Bundesbürger verlassen Libanon Seit Freitag haben mehr als 3500 Deutsche den Libanon verlassen können. Allein am Mittwoch reisten laut Auswärtigem Amt 2800 aus dem Land aus.
Zehn Millionen Euro für Nothilfe im Libanon Die Europäische Union hat zehn Millionen Euro an Katastrophenhilfe für die vor israelischem Beschuss fliehenden Menschen im Libanon bereit gestellt. Mit dem Betrag sollten die dringendsten Bedürfnisse gestillt werden können, erklärte EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso.
Israel bittet Deutschland um HilfeDas israelische Außenministerium hat sich um Unterstützung an Deutschland gewandt, um eine Freilassung der von der Hisbollah entführten israelischen Soldaten zu erreichen. Zur Linderung des Flüchtlingselends sagte Israel «humanitäre Korridore» zu, über die Ausländer den Libanon verlassen könnten.
Airbus mit Deutschen gelandetMit einem Airbus der LTU sind 361 Deutsche aus der Krisenregion ausgeflogen worden. Die im syrischen Damaskus gestartete Maschine landete am Donnerstagvormittag in Düsseldorf. Fünf weitere Charterflüge und drei Flüge der Bundeswehr sollen folgen.
Neue Luftangriffe auf BeirutDie israelische Luftwaffe hat am frühen Donnerstagmorgen erneut den Süden Beiruts angegriffen. Berichte, wonach Israel einen Bunker der Hisbollah getroffen wurde, wies die radikal-islamische Miliz zurück.
15.000 Menschen im Südlibanon eingeschlossenDurch die Kampfhandlungen sind nach Angaben von Hilfsorganisationen mindestens 15.000 Menschen von jeglicher Versorgung abgeschnitten. Unter ihnen sind laut dem libanesischen Roten Kreuz auch Schwerverletzte.
Mittwoch, 19. JuliTote bei Angriffen im GazastreifenDie israelische Luftwaffe hat am Mittwochabend ihre Angriffe im Gazastreifen fortgesetzt. Ziel war die Umgebung des Flüchtlingslagers Mughasi, in das am Morgen auch Bodentruppen eingedrungen waren.
Kinder bei Angriff auf Nazareth getötetBei einem Raketenangriff der Hisbollah-Miliz auf die israelische Stadt Nazareth sind am Mittwoch drei Menschen getötet worden, darunter zwei Kinder. Zwei weitere Personen wurden verletzt, wie die Polizei mitteilte.
500.000 Menschen im Libanon auf der Flucht Eine Woche nach Beginn der israelischen Militäroffensive wird die Lage für die Menschen im Libanon immer dramatischer. Laut UN-Angaben sind eine halbe Million Menschen auf der Flucht vor der Militärgewalt.
2300 Deutsche verlassen den LibanonWegen des Nahost-Konflikts haben am Mittwoch etwa 2300 Deutsche den Libanon verlassen. Nach Angaben des Auswärtigen Amts sind sie auf dem Weg in die syrische Hauptstadt Damaskus beziehungsweise in die Türkei.
Weitere Abschiebstopps verhängtNach Rheinland-Pfalz verhängen auch Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen Abschiebestopps in den Libanon. Weil die Menschen nach ihrer Ankunft im Libanon «an Leib und Leben gefährdet» seien, würden geplante Abschiebungen abgesagt, hieß es.
Zwei israelische Soldaten getötetBei Kämpfen im Südlibanon sterben am Mittwoch zwei israelische Soldaten. Wie die Armee mitteilte, wurden bei den Auseinandersetzungen mit der Hisbollah neun weitere Soldaten verletzt.
Drei Tote bei Raketenangriff auf NazarethBei einem Raketenangriff der Hisbollah-Miliz auf die israelische Stadt Nazareth sterben am Mittwoch drei Menschen, darunter zwei Kinder. Zwei weitere Personen wurden verletzt, wie die Polizei mitteilte.
Hisbollah feuert erneut auf IsraelDie libanesische Hisbollah-Miliz hat am Mittwochnachmittag erneut Raketen auf mehrere Städte in Nordisrael abgefeuert. Israelische Medien berichteten von Einschlägen in Haifa, Tiberias und Karmiel.
EU fordert Israel zu Zurückhaltung aufEU-Chefdiplomat Javier Solana hat am Mittwoch Israel bei seiner Militäraktion im Libanon zur Zurückhaltung aufgefordert. Nach einem Treffen mit der israelischen Außenministerin Zipi Livni sagte Solana in Jerusalem, das seit einer Woche andauernde Blutvergießen könne die libanesische Regierung schwächen und einen Sieg im Kampf gegen den Terror erschweren. Die Bundesregierung forderte Israel bei ihrem Vorgehen im Gazastreifen zur Zurückhaltung auf.
Ausreise zehntausender in VorbereitungDie Kämpfe im Libanon haben einen Exodus tausender Ausländer ausgelöst. Die Bundesregierung bereitete am Mittwoch die Rückführung von 3000 Deutschen und ihrer Familienangehörigen aus Beirut vor. Dänemark brachte mehr als 4000 seiner Staatsbürger in Sicherheit, die USA 1000, ein griechisches Schiff 500 griechische, skandinavische, französische und einige britische Bürger. Kanada bereitete unterdessen die Ausreise zehntausender Flüchtlinge vor. Ein deutscher Außenamtssprecher sagte, bisher seien in fünf Konvois mehr als 750 Deutsche nach Syrien sowie per Schiff nach Zypern ausgereist.
Bodengefechte im SüdlibanonDie israelischen Bodentruppen sind bei ihrem Einsatz im Südlibanon auf heftige Gegenwehr der Hisbollah gestoßen. Bei einem Schusswechsel nahe dem Ort Moshav Avivim ist nach isralischen Angaben ein Hisbollah-Milizionär gestorben, die Hisbollah spricht dagegen von zwei toten Israelis.
Angeblich wieder Soldat verschlepptIn Israel ist laut einem Fernsehbericht ein weiterer Soldat verschleppt worden. Augenzeugen sagten dem Sender Channel 2, sie hätten gesehen, wie der Soldat nördlich von Tel Aviv entführt worden sei. Der Sender berichtete weiter, die Polizei habe einen Telefonanruf von einem Soldaten erhalten, der als Tramper in dem Gebiet unterwegs gewesen sei.
Ausländer in Beirut warten auf AusreiseDutzende von Deutschen, Australiern, Amerikanern und Kanadiern haben sich am Mittwoch auf dem Hafengelände von Beirut versammelt, um aus dem Libanon herauszukommen. «Es herrscht Panik. Jeder, der die Möglichkeit hat, will diese Hölle verlassen», sagte einer der Wartenden, Ali Sabeh, ein Deutscher libanesischer Herkunft.
Solana trifft Israels AußenministerinDer EU-Außenbeauftragte Javier Solana hat am Mittwoch in Jerusalem die israelische Außenministerin Zipi Liwni getroffen. Dies bestätigte ein Sprecher des israelischen Außenministeriums.
Israel befürchtet SelbstmordanschlagDie israelischen Sicherheitskräfte befürchten einen palästinensischen Selbstmordanschlag nördlich von Tel Aviv. Es gebe Hinweise darauf, dass sich in der Ortschaft Kfar Saba ein Selbstmordattentäter aufhalte, berichtete der Fernsehsender Kanal 2. Ein Polizeisprecher bestätigte, die Sicherheitskräfte in der Gegend seien in Alarmbereitschaft versetzt worden und errichteten Straßensperren.
Zehn Palästinenser bei Angriffen gestorbenBei Angriffen der israelischen Streitkräfte in den palästinensischen Autonomiegebieten sind zehn Menschen gestorben. Sieben davon kamen laut palästinensischen Angaben bei Gefechten im Flüchtlingslager Al-Maghasi im mittleren Gazastreifen um, drei bei Kämpfen in Nablus im Westjordanland. Israelische Truppen hätten die Sicherheitszentrale der Autonomiebehörde angegriffen und drei Beamte getötet, hieß es. Die Truppen rissen mit Bulldozern die Mauern des dortigen Gefängnisses nieder.
33 Tote bei Angriffen im LibanonBei israelischen Luftangriffen sind am Mittwoch mindestens 33 Menschen im Libanon ums Leben gekommen. Bei einem Angriff auf ein Dorf nahe des südlibanesischen Hafens Tyrus starben nach Angaben von Rot-Kreuz-Mitarbeitern mindestens 21 Menschen. In einem nahe gelegenen Ort wurden zehn Menschen unter den Trümmern ihrer Häuser begraben. Im Ort Nabatije im Süden starben sechs Menschen, in einem Dorf nahe Baalbek im östlichen Libanon ebenfalls sechs Menschen.
1000 US-Bürger auf der FluchtIn der Nähe der US-Botschaft in Beirut haben sich am Mittwoch rund 200 US-Bürger versammelt, die den Libanon verlassen wollen. Sie sollen auf einem Kreuzfahrtschiff zunächst nach Zypern gebracht werden. Laut US-Botschaft haben sich rund 1000 US-Bürger für die Ausreise angemeldet.
25 Luftangriffe in der NachtDie israelische Luftwaffe hat in der Nacht ihre Luftangriffe im Libanon fortgesetzt. Wie ein Armeesprecher am Mittwochmorgen mitteilte, wurden seit Mitternacht 25 Ziele attackiert. Dem libanesischem Fernsehen zufolge waren die Hauptstadt Beirut und der Süden des Landes betroffen. Die Hisbollah beschoss erneut den Norden Israels mit Raketen.
Israelische Bodentruppen im LibanonIsraelische Bodentruppen sind in der Nacht zum Mittwoch auf libanesisches Gebiet vorgedrungen. Das bestätigte ein Armeesprecher in Tel Aviv. Es handele sich um einen begrenzten und «punktuellen» Einsatz. Ziel sei es, Stützpunkte der radikalen Hisbollah-Miliz im Grenzgebiet ausfindig zu machen.
Dienstag, 18. Juli
27 Opfer im Libanon am DienstagAm Dienstag sind nach nach Krankenhausangaben aus Beirut mindestens 27 Menschen infolge der israelischen Luftangriffe im Libanon gestorben. 90 wurden verletzt. Damit stieg die Zahl der Opfer auf libanesischer Seite auf 245 Tote und 890 Verletzte.
Hunderttausende Flüchtlinge im LibanonIm Libanon sind laut UN-Angaben hunderttausende Zivilisten auf der Flucht vor israelischen Luftangriffen. Mehr als 400.000 Menschen seien im Kriegsgebiet vertrieben worden, teilte die Weltgesundheits- Organisation WHO am Dienstag in Genf mit.
Israelischer Zivilist getötetEine aus dem Südlibanon abgefeuerte Katjuscha-Rakete hat am Dienstag einen Israeli im nördlichen Seebad Naharia getötet. Fünf weitere erlitten Verletzungen, berichteten israelische Medien.
Rotes Kreuz stellt Soforthilfe bereitDas Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat für den Libanon 200.000 Euro an Soforthilfe zur Verfügung gestellt. Das Geld werde für dringend notwendige Hilfsgüter wie Medikamente, Hygieneartikel und Nahrungsmittel verwendet, teilte die Hilfsorganisation am Dienstag in Berlin mit.
700 Deutsche in SicherheitDeutschland hat nach den Worten von Außenminister Frank-Walter Steinmeier bisher 700 eigene Staatsangehörige aus dem Libanon in Sicherheit gebracht. Steinmeier sagte am Dienstag in Berlin, es gebe akute Sorge wegen der Sicherheit der Reisewege.
Wieder Raketen auf NordisraelDie Hisbollah hat am Dienstag weitere Raketen auf den Norden Israels abgefeuert. Dabei wurden in der nördlichen Stadt Naharija ein Israeli getötet und mehrere weitere verletzt, wie die israelischen Behörden mitteilten. Auch in der Hafenstadt Haifa schlugen erneut mindestens sieben Geschosse ein.
Sondersitzung im BundestagWegen der Eskalation im Nahen Osten unterbrechen die Außenpolitiker des Bundestages ihre Sommerferien. Laut Agentur-Angaben kommt der Auswärtige Ausschuss des Parlaments am Donnerstag zu einer Sondersitzung zusammen.
Israel bombardiert wichtige EvakuierungsrouteIsraelische Kampfflugzeuge haben am Dienstag erneut die wichtigste Verbindungsstraße zwischen Beirut und Damaskus bombardiert, auf der ein Großteil der ausländische Flüchtlinge den Libanon verlässt.
Erster Evakuierungsflug aus Libanon gelandetMit dem ersten offiziellen Evakuierungsflug hat das Auswärtige Amt am Dienstagmorgen 320 Menschen aus dem Libanon nach Deutschland gebracht. In einem von der deutschen Botschaft in Beirut organisierten Bus-Konvoi waren die Flüchtlinge zuvor in die syrische Hauptstadt Damaskus gereist, wo der Airbus nach Düsseldorf startete.
Israelische Stadt Haifa mit Raketen angegriffenDie israelische Stadt Haifa ist am Dienstag erneut mit Raketen angegriffen werden. Die Geschossen schlugen in der Nähe des Hafens und eines Bahndepots ein. Über dem betroffenen Stadtteil stieg Rauch auf. Über mögliche Opfer wurde zunächst nichts bekannt.
Von Frankreich gecharterte Fähre in LarnakaEine von Frankreich gecharterte Fähre mit etwa 950 aus dem Libanon geflohenen Ausländern an Bord ist am Dienstag in der zypriotischen Hafenstadt Larnaka angekommen. Nach einem Bericht des französischen Radiosenders France-Info sind darunter rund 800 Franzosen. (nz)