netzeitung.deIran versucht sich als Nahost-Vermittler

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Irans Außenminister Mottaki (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Irans Außenminister Mottaki
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Im Nahost-Konflikt will sich Iran als Krisenmanager ins Spiel bringen. Die Regierung in Teheran bietet an, ihre Verbindungen zu nutzen, um den Konflikt zu lösen. In der Nacht flogen wieder Raketen auf Libanon und Israel.

Die iranische Regierung hat ihre Unterstützung für «umfassende Pläne» zur Lösung der Nahostkrise zugesagt. Solche Lösungswege müssten «die legitimen Forderungen des [libanesischen] Volkes und des Widerstandes [der Hisbollah] berücksichtigen», sagte Außenminister Manuchehr Mottaki der iranischen Nachrichtenagentur Irna am frühen Morgen nach seiner Rückkehr aus Syrien. Dort hatte er sich auch mit Präsident Bashar Assad getroffen.

Der Iran stehe mit «verschiedenen Parteien» in Verbindung, um eine «angemessene Vorgehensweise» bei der Lösung der Krise zu finden, so Mottaki. Dabei müsse auch eine «Waffenruhe und der Austausch von Geiseln mit Israel in Betracht gezogen werden». Weitere Einzelheiten nannte er nicht.

Israelische Kampfflugzeuge haben ihre Angriffe auf Ziele im Libanon auch in der Nacht zum Dienstag fortgesetzt. Nach Angaben israelischer Medien wurden nach Mitternacht (Ortszeit) erneut die südlichen Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut beschossen. Angaben über mögliche Opfer lagen zunächst nicht vor.

Zuvor hatte die radikal-islamische Hisbollah-Miliz vom Libanon aus erneut Raketen auf den Norden Israels abgefeuert. Geschosse schlugen unter anderem in der Grenzstadt Kirjat Schmona und dem Ort Safed ein. Fünf Menschen wurden verletzt. Unterdessen fliehen immer mehr Ausländer vor der Gewalt im Nahen Osten.

Am Dienstagmorgen landete in Düsseldorf ein Airbus mit mehreren hundert deutschen Flüchtlingen aus dem Nahen Osten landen. Sie waren am Montag in einem von der deutschen Botschaft organisierten Bus-Konvoi von Beirut nach Damaskus gefahren.

Andere Regierungen brachten Bürger ihrer Staaten über den Seeweg von Beirut nach Zypern in Sicherheit. Großbritannien hat zwei Kriegsschiffe entsandt, Frankreich eine gecharterte Fähre, mit der Franzosen und andere Ausländer aus Libanon herausgeholt werden. (nz)