Auf israelischer Seite starben bislang mindestens vier Zivilisten und elf Soldaten. Bei einem Angriff auf ein israelisches Kriegsschiff starb am Freitagabend mindestens ein israelischer Soldat, drei weitere wurden laut offizieller Darstellung vermisst. Mehrere Staaten bereiteten Rückholaktionen für ihre Staatsbürger aus dem Libanon vor. Rund 100 Deutsche reisten seit Freitag in Konvois ins benachbarte Syrien. Das teilte das Auswärtige Amt in Berlin mit. Insgesamt leben im Libanon rund 1100 deutsche Staatsbürger, davon haben etwa die Hälfte die doppelte Staatsbürgerschaft.
Der Konflikt war auch Thema beim G8-Gipfel der sieben führenden Industrienationen und Russlands in St. Petersburg. US-Präsident George W. Bush gab der Hisbollah die alleinige Verantwortung für den Ausbruch der Gewalt. «Die Gewalt kann am besten gestoppt werden, indem die Hisbollah ihre Waffen niederlegt und ihre Angriffe stoppt», sagte er. Russlands Präsident Wladimir Putin ließ dagegen durchblicken, dass er auch das Vorgehen Israels kritisch sieht. (nz)