15.07.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Zerstörtes Haus im Libanon
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Frankreich arbeitet nach eigenen Angaben daran, seine rund 20.000 Staatsbürger im Libanon zu evakuieren. Auch die USA und die skandinavischen Staaten haben solche Pläne. Thema: Eskalation im Nahen Osten Gewalt im Nahen Osten: Bush fordert Syrien zum Eingreifen auf Tote nach Luftangriff auf Kriegsschiff SPD ringt um Nahost-Kurs Hisbollah droht Israel mit offenem Krieg Deutsche sollen im Libanon getötet worden sein
Angesichts der israelischen Offensive im Libanon hat Frankreich am Samstag bekannt gegeben, dass die Regierung die Evakuierung der französischen Staatsbürger aus dem Libanon vorbereite. Ihre Zahl wird auf etwa 20.000 geschätzt.
Außenminister Philippe Douste-Blazy sagte, Frankreich wolle Busse und Autos organisieren, um die Menschen auf dem Landweg in die syrische Hauptstadt Damaskus und ins jordanische Amman zu bringen. Später solle auf Zypern ein Evakuierungszentrum entstehen. Am Sonntag solle eine Fähre mit 800 bis 1000 Plätzen zwischen Beirut und Zypern einsatzbereit sein.
Die Regierungen der skandinavischen Länder haben ähnliche Pläne. Während die norwegische Regierung in Oslo ankündigte, man wolle versuchen, am Sonntag Bustransporte von Beirut in die syrische Hauptstadt Damaskus zu organisieren, erwägt Schwedens Außenministerium eine Evakuierung auf dem Seeweg nach Zypern.
Die italienische Botschaft in Beirut brachte am Samstag mehr als 300 Italiener in Bussen in den Norden des Libanon. Die Zahl der Italiener im Libanon wird auf 1300 geschätzt.
Das Auswärtige Amt in Berlin hatte am Freitag mitgeteilt, es werde noch nicht an Evakuierungen gedacht. Die USA arbeiten zwar derzeit an Evakuierungsplänen, es ist aber noch kein genauer Zeitplan dafür bekannt. (nz)