15. Jul 2006 13:12
Frankreich arbeitet nach eigenen Angaben daran, seine rund 20.000 Staatsbürger im Libanon zu evakuieren. Auch die USA und die skandinavischen Staaten haben solche Pläne.
Außenminister Philippe Douste-Blazy sagte, Frankreich wolle Busse und Autos organisieren, um die Menschen auf dem Landweg in die syrische Hauptstadt Damaskus und ins jordanische Amman zu bringen. Später solle auf Zypern ein Evakuierungszentrum entstehen. Am Sonntag solle eine Fähre mit 800 bis 1000 Plätzen zwischen Beirut und Zypern einsatzbereit sein.Die Regierungen der skandinavischen Länder haben ähnliche Pläne. Während die norwegische Regierung in Oslo ankündigte, man wolle versuchen, am Sonntag Bustransporte von Beirut in die syrische Hauptstadt Damaskus zu organisieren, erwägt Schwedens Außenministerium eine Evakuierung auf dem Seeweg nach Zypern.
Die italienische Botschaft in Beirut brachte am Samstag mehr als 300 Italiener in Bussen in den Norden des Libanon. Die Zahl der Italiener im Libanon wird auf 1300 geschätzt.
Das Auswärtige Amt in Berlin hatte am Freitag mitgeteilt, es werde noch nicht an Evakuierungen gedacht. Die USA arbeiten zwar derzeit an Evakuierungsplänen, es ist aber noch kein genauer Zeitplan dafür bekannt. (nz)