Luftangriff auf Kriegsschiff: Zwei israelische Soldaten tot:
Tote nach Luftangriff auf Kriegsschiff
Den aktuellen Angaben zufolge handelte es sich aber um einen Raktenangriff. Das Schiff mit 80 Besatzungsmitgliedern fing Feuer und wurde noch brennend zur israelischen Hafenstadt Haifa abgeschleppt. Vier Soldaten wurden nach Armeeangaben zunächst vermisst, zwei davon aber später auf dem Schiff tot gefunden. Die Suche nach den anderen Soldaten geht weiter. Es sei auch ein Handelsschiff getroffen worden, hieß es. Es soll sich um ein Schiff unter ägyptischer Flagge handeln.
Am Samstag griffen Kampfflugzeuge erneut die Infrastruktur des Libanon an. Getroffen worden seien Brücken, Treibstofftanks und Tankstellen im Osten und Süden des Landes, verlautete aus libanesischen Sicherheitskreisen. Auch palästinensische Flüchtlingslager im Norden des Landes sollen das Ziel von Luftangriffen gewesen sein.
Die Hisbollah beschoss wieder den Norden Israels. Mehrere Raketen vom Typ Katjuscha schlugen am Samstag in der Nähe der Orte Safet und Shlomi ein, wie israelische Medien berichteten. Berichte über Opfer lagen nicht vor. Am frühen Morgen warf die israelische Luftwaffe Flugblätter über der libanesischen Hauptstadt Beirut ab. Darin wurde Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah als Giftschlange dargestellt und mit weiteren Angriffen gedroht.
Der libanesische Ministerpräsident Fuad Siniora warf Israel vor, sein Land «in Stücke zu schlagen». Er verlangte im US-Nachrichtensender CNN einen sofortigen Waffenstillstand. «Von uns wird verlangt, die Hisbollah zu stoppen. Aber niemand macht den notwendigen Druck, um Israel zu stoppen.»
Auch im Gazastreifen gingen die Gefechte weiter. Ein Hubschrauber der israelischen Armee feuerte in der Nacht zum Samstag eine Rakete auf ein Gebäude in Gaza, in dem das Büro des Wirtschaftsministers der palästinensischen Hamas-Regierung, Ala al Aradsch, untergebracht ist. Berichte über Opfer liegen nicht vor. Das Gebäude befindet sich nahe einer Wohnanlage, wo etwa 600 Menschen leben. Die israelische Armee hat bei ihrer Offensive im Gaza-Streifen bereits mehrfach Büros von Regierungsmitgliedern bombardiert, darunter das von Ministerpräsident Ismail Hanja.
Protestkundgebungen gab es auch im Irak, in Kuwait und im Sudan. Der ägyptische Präsident Husni Mubarak und der jordanische König Abdullah II. forderten in einer gemeinsamen Erklärung den «sofortigen Stopp der Angriffe auf Zivilpersonen und bedeutende Infrastruktur». (nz)

