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Deutsche sollen im Libanon getötet worden sein

14. Jul 2006 18:25, ergänzt 21:39
Kreuzung in Beirut nach Luftangriff
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Bei den Luftangriffen auf den Südlibanon ist allem Anschein nach eine deutsch-libanesische Familie umgekommen. Die Mönchengladbacher hatten laut einem Zeitungsbericht gerade Verwandte besucht.

Bei der israelischen Militäroffensive im Libanon ist offenbar auch eine Familie aus Deutschland getötet worden. Das berichtet die «Süddeutsche Zeitung» unter Berufung auf einen Verwandten. Die deutsch-libanesische Familie aus Mönchengladbach (Nordrhein-Westfalen) war demnach zu Besuch bei Angehörigen im Süden des Libanon. Deren Haus in der Ortschaft Schoher sei gegen vier Uhr am Donnerstagmorgen zerstört worden, schreibt das Blatt.

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Wie Raef Khachab, ein Unternehmer aus München, der Zeitung sagte, starben bei dem Luftangriff sein Cousin Mustafa, 43, dessen schwangere Ehefrau Najwar, 30, sowie deren Tochter Jasmin, 14. Sie hatte zuletzt ein Gymnasium in Mönchengladbach besucht.

Der elfjährige Sohn Ahmad sei verwundet und traumatisiert ins Krankenhaus eingeliefert worden. Khachab berichtete, sein Cousin Mustafa sei vor 25 Jahren nach Deutschland eingewandert und vor längerer Zeit eingebürgert worden.

Außenamt wartet auf Bestätigung

Unabhängig davon berichtete der in Zürich lebende Personalberater Jamal Issa dem Blatt, er habe von seiner in Schoher lebenden Mutter gehört, dass ein benachbartes Haus bei einem Luftangriff zerstört und eine deutsche Familie «ausradiert» worden sei.

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  • Das Auswärtige Amt geht diesen Hinweisen seit Donnerstagabend nach. «Es gibt unbestätigte Hinweise, dass eine deutsch-libanesische Familie unter den Opfern sein könnte, das ist aber noch nicht geklärt», sagte Ministeriumssprecher Martin Jäger der «Süddeutschen Zeitung». In Regierungskreisen hieß es, die Geschichte stimme wahrscheinlich. Eine unabhängige Bestätigung ist nicht leicht zu erhalten, da viele Telefonleitungen zerstört wurden.

    Die israelische Botschaft in Berlin sagte zu dem Bericht, Israel setze alles daran, Zivilopfer zu verhindern. «Wenn es tatsächlich zum Tod der deutsch-libanesischen Familie durch die militärischen Aktionen gekommen sein sollte, bedauern wir es zutiefst», sagte der Pressesprecher der israelischen Botschaft in Berlin, Amit Gilad, der Nachrichtenagentur dpa. (nz)

     
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