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Bereits mehr als 75 Tote in Libanon und Israel

14. Jul 2006 17:36, ergänzt 21:01
Blick auf Beirut und den brennenden Flughafen
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Die israelische Offensive hat den Libanon mittlerweile nahezu von der Außenwelt abgeschnitten. Bomben beschädigten Elektrizitätswerke, Brücken und Straßen. In Israel mussten Bewohner wegen der Hisbollah-Angriffe in Schutzräume fliehen.

Israels Luftwaffe hat am Freitag die Zerstörung der Infrastruktur Libanons mit Bombenangriffen fortgesetzt. Der Flughafen von Beirut wurde stundenlang mit Kampfflugzeugen angegriffen, Brücken der Fernstraße nach Damaskus zerstört und zwei Elektrizitätswerke beschädigt. Die Seeblockade im Mittelmeer blieb bestehen.

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Bei Luftangriffen auf den schiitischen Süden von Beirut wurden fünf Menschen getötet und 65 verletzt, teilte die libanesische Polizei mit. Seit Mittwoch sind damit im Libanon mehr als 60 Menschen bei den Angriffen ums Leben gekommen. In den dicht besiedelten südlichen Stadtteilen liegt das Hauptquartier der Hisbollah, das Büro des Hisbollah-Führers und der Fernsehsender der Organisation, Al Manar. Israelische Marineboote beschossen ein Elektrizitätswerk nahe der Küste.

UN-Team zur Schlichtung

Nach Angaben eines Fotografen der Nachrichtenagentur AP wurde das Hauptquartier jedoch nicht getroffen. Stattdessen wurden Häuser, zwei Brücken und ein Treibstofftank nahe eines Kraftwerks zerstört.

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  • Auf israelischer Seite wurden bisher zwölf Menschen bei Angriffen getötet. Die Hisbollah feuerte weiter Raketen auf Siedlungen im Norden Israels. Mindestens 29 Bewohner wurden verletzt. Die Einwohner der Stadt Haifa wurden aufgerufen, Schutzräume aufzusuchen.

    Israel kündigte ungeachtet der internationalen Kritik eine Fortsetzung der Angriffe an. In einem Telefongespräch mit UN-Generalsekretär Kofi Annan wiederholte Ministerpräsident Ehud Olmert, Israel werde bis zur Entwaffnung der Hisbollah-Miliz seine Offensive fortsetzen. Olmert ließ aber ein UN-Team zu, das über einen Waffenstillstand vermitteln soll. (nz)

     
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