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Deutschland sieht Nahost-Lösung in Gefahr

12. Jul 2006 15:15
Frank-Walter Steinmeier
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Die Bundesregierung hat die Entführung zweier israelischer Soldaten durch die libanesische Hisbollah «auf schärfste verurteilt». Auch Frankreich warnt vor einer Spirale der Gewalt.

Die Bundesregierung hat die libanesische Hisbollah-Miliz dazu aufgefordert, die beiden entführten israelischen Soldaten «sofort und bedingungslos» wieder freizulassen. Diese unverantwortliche Eskalation im Nahen Osten bringe die Gefahr mit sich, dass der Weg zum Frieden für längere Zeit verschüttet werde, sagte der stellvertretende Sprecher des Auswärigen Amtes, Jens Plötner, am Mittwoch in Berlin.

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  • Israels Armee nach Entführung im Libanon 12. Jul 2006 10:47, ergänzt 12:24
  • Alle Seiten müssten sich nun bemühen, eine weitere Eskalation zu verhindern, sagte Plötner. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) stehe in Kontakt mit seinen Amtskollegen in der Region.

    Spirale der Gewalt

    Auch Frankreichs Außenminister Philippe Douste-Blazy zeigte sich «sehr besorgt» über die «Spannungen» an der israelisch-libanesischen Grenze. Er verlangte in Paris ebenfalls die Freilassung der beiden Soldaten.

    Douste-Blazy warnte vor einer neuen Spirale der Gewalt und rief alle am Konflikt beteiligten Parteien zur Zurückhaltung auf. Die ersten Opfer seien immer Zivilisten, warnte er.

    Am Morgen hatte die Hisbollah bekannt gegeben, zwei israelische Soldaten auf libanesisches Staatsgebiet entführt zu haben. Israel startete daraufhin einen Militäreinsatz im Libanon. (nz)

     
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