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Kraftprobe zwischen Hamas und Fatah

18. Mai 2006 11:59, ergänzt 12:08
Mitglieder der von der Hamas-Regierung aufgestellten Sicherheitskräfte
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Palästinenser-Präsident Abbas hat die Hamas aufgefordert, tausende militante Mitglieder aus Gaza abzuziehen. Bewaffnete Demonstranten im Westjordanland schlugen einen palästinensischen Minister in die Flucht.

Der monatelange Konflikt zwischen militanten Mitgliedern der Hamas und der ehemals regierenden Fatah hat sich weiter verschärft. Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas forderte die Regierung am Donnerstag auf, tausende Mitglieder ihrer neuen Polizeitruppe aus Gaza abzuziehen.

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«Es ist eine sehr Besorgnis erregende Situation», sagte Abbas' Vertrauter Sajeb Erekat. Sollten die Hamas-Kämpfer nicht abziehen, «steuern wir auf eine schwere Krise zu».

Die etwa 3000 militanten Hamas-Mitglieder waren am Vorabend mobilisiert worden. Damit habe die Hamas ihre militärischen Operationen legitimieren wollen, berichtet die israelische Zeitung «Haaretz».

Am Donnerstag zogen auf Anweisung von Abbas tausende Sicherheitskräfte seiner Fatah durch die Straßen von Gaza, um dem Präsidenten ihre Gefolgschaft zu versichern. Damit wollte Abbas ein Zeichen gegen den Aufmarsch der Hamas-Kämpfer setzen. Beide Organisationen kämpfen um die Kontrolle über die Sicherheitskräfte.

Angehörige Inhaftierter fordern Geld

Gegner der radikal-islamischen Hamas zwangen unterdessen einen Vertreter der palästinensischen Regierung mit Waffengewalt, die Stadt Tulkarem zu verlassen. Augenzeugen berichteten, Erziehungsminister Nasser al Schair sei von Sicherheitskräften aus der Stadt eskortiert worden. Die Protestierer feuerten demnach in die Luft und verlangten die Auszahlung von Geldern an Angehörige inhaftierter Palästinenser.

Der palästinensische Ministerpräsident Ismail Hanija kritisierte die westliche Finanzsperre gegen seine Regierung. Man sei nicht zu Zugeständnissen bereit, sagte er. «Ja zum Hunger, nein zur Kapitulation», skandierten Hanija und die Polizisten. (nz)

 
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