28. Okt 2005 09:35
Der Iran zeigt sich unbeeindruckt von den heftigen Reaktionen auf die israelfeindlichen Äußerungen seines Präsidenten. Nun sprach auch der iranische Außenminister Israel das Existenzrecht ab.
Der Iran hat seine Drohungen gegen Israel bekräftigt. Außenminister Manuschehr Mottaki sagte im staatlichen Fernsehen, Teheran erkenne das «zionistische Besatzungsregime» nicht an. Er begründete dies damit, dass sich Israel nicht an die Resolutionen des UN-Sicherheitsrats halte. Die Äußerungen von Präsident Mahmud Ahmadinedschad bezeichnete der Außenminister als erklärte Politik seines Landes. Israel blühe und gedeihe auf der Grundlage des «Verderbens und des Exils der rechtmäßigen Besitzer des Landes», sagte Mottaki. Vor diesem Hintergrund habe sein Land schon Ende 1979 nach der Revolution sowohl Israel als auch dem damaligen Regime Südafrika vor den Vereinten Nationen die Legitimation abgesprochen.
Ahmadinedschad hatte gesagt, Israel müsse von der Landkarte verschwinden. Für diesen Freitag hat die iranische Führung zu Massendemonstrationen gegen Israel aufgerufen.
Unterdessen verlangte Israel von den Vereinten Nationen offiziell den Ausschluss Irans. Ein entsprechendes Schreiben habe der israelische UN-Botschafter Dan Gillerman dem UN-Sicherheitsrat in New York übergeben, berichtete der israelische Rundfunk am Freitag.
Ahmadinedschad hatte auf einer Konferenz unter der Überschrift «Eine Welt ohne Zionismus» laut Angaben der Nachrichtenagentur Isna am Mittwoch erklärt: «Inschallah (So Gott will) wird die Prophezeiung des Imams (Ajatollah Khomeini) über die Vernichtung Israels durch kontinuierliche Weisheit der Palästinenser auch bald realisiert werden.» (nz)