26. Okt 2005 16:59
Die Grünen- Europaabgeordnete Beer hat die jüngsten verbalen Attacken des iranischen Präsidenten gegen Israel scharf kritisiert. Damit gefährde er den Nahost-Friedensprozess, sagte sie.
Beer hob hervor, dass die Europäer im Rahmen der Atomgespräche mit dem Iran «weit gegangen» seien und dem Land «wirtschaftliche Kooperation wie auch Sicherheitsgarantien» in Aussicht gestellt hätten. «Das setzt allerdings die Anerkennung des Existenzrechts Israels durch den Iran voraus», sagte die Grünen-Politikerin. «Die Aufforderung zu Anschlägen torpediert nicht nur den Nahost-Friedenprozess, sondern gefährdet auch die gesamte Stabilität in der Region.»Zuvor hatte der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad die Hoffnung geäußert, dass Israel zerstört werde. «Der Imam [Ajatollah Khomeini] hatte die Ausrottung Israels prophezeit, genauso wie er das Ende des Ostblocks und Saddam Husseins prophezeit hatte», sagte Ahmadinedschad laut Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Isna am Mittwoch in Teheran. Mit Gottes Hilfe werde dies «durch kontinuierliche Weisheit der Palästinenser auch bald realisiert werden», erklärte er auf einer Konferenz über «Eine Welt ohne Zionismus».
Den Nahost-Konflikt bezeichnete Ahmadinedschad als «Schlacht zwischen dem Welt- Imperialismus und der heiligen Front der islamischen Welt».