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Iran schürt Nahost-Konflikt: «Israel zerstören» : 

Irans Präsident fordert Zerstörung Israels

26. Okt 2005 14:35
Mahmud Ahmadinedschad
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Zu einer «Tilgung Israels von der Landkarte» hat der iranische Staatschef Ahmadinedschad aufgerufen. Palästinenser sollen das Land durch Anschläge zerstören.

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat die Palästinenser zu massenhaften Anschlägen im Nahen Osten aufgefordert. Israel müsse von der Landkarte getilgt werden, sagte der Hardliner am Mittwoch vor Studenten auf einer Konferenz in Teheran.

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«Es gibt keinen Zweifel: Die neue (Anschlags-)Welle in Palästina wird das Stigma im Antlitz der islamischen Welt ausradieren», sagte Ahmadinedschad auf dem Treffen mit dem Titel «Die Welt ohne Zionismus».

«Jeder, der Israel anerkennt, wird im Zornesfeuer der islamischen Nation verbrennen», so der Präsident. Den jüdischen Staat anzuerkennen, würde bedeuten, dass man die Aufgabe und Niederlage der islamischen Welt hinnehme.

Gaza-Abzug als Trick

Ahmadinedschad zitierte den iranischen Revolutionsführer Ajatollah Ruhollah Khomeini mit den Worten «Wie der Imam sagte, muss Israel von der Landkarte getilgt werden».

Den israelischen Rückzug aus dem Gazastreifen nannte Ahmadinedschad einen «Trick». Das Gebiet habe den Palästinensern schon gehört, und durch den Abzug wolle Israel lediglich erreichen, dass der Staat von islamischen Regierungen anerkannt werde, betonte er.

Gespräch über Zerstörung

Der israelische Außenamtssprecher Mark Regev sagte, zwei Extremisten hätten am Mittwoch offen über die Zerstörung des jüdischen Staats gesprochen. Einer sei der neue Präsident des Irans, der andere Hamas-Führer Mahmud Sahar. «Das Problem mit diesen Extremisten» sei, dass sie ihren gewaltsamen Äußerungen Gewalttaten folgen ließen, so Regev.

Konfliktkurs gegen Westen

Ahmadinedschad war im August 2005 an die Macht gekommen. Er löste den reformorientierten Präsidenten Mohammad Chatami ab. Seitdem geht der Iran auch im Streit um sein Atomprogramm auf Konfliktkurs zum Westen. Auch in der Vergangenheit hat der Iran aber bereits zur Zerstörung Israels aufgerufen.

Besonders zum Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan war häufig antiisraelische Polemik zu hören. Der Freitag, der letzte Feiertag im diesjährigen Ramadan, wurde im Iran zum Kuds-Tag (Jerusalem-Tag) ernannt. Landesweit sind Solidaritätskundgebungen für die Palästinenser geplant.(nz)

 
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