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Sperrwall schließt 55.000 Palästinenser aus

10. Jul 2005 14:45
Jerusalem wird bald zweigeteilt sein.
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Der Bau des Sperrwalls durch Jerusalem soll bald beginnen. Zahlreiche palästinensische Schüler sind dann von ihrer Schule abgetrennt.

Mit der Fertigstellung des israelischen Sperrwalls in Jerusalem würden 55.000 Palästinenser aus ihrer Stadt ausgesperrt, wie die israelische Regierung am Sonntag bestätigte. Ministerpräsident Ariel Scharon hat die verantwortlichen Minister aufgefordert, den Bau der Mauer zu beschleunigen. Bis zum 1. September sollen die Vorbereitungen abgeschlossen sein.

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Die Route des Walls verläuft mitten durch palästinensische Siedlungen im Ostteil Jerusalems. Unter den 55.000 Palästinensern, die nach der Fertigstellung jenseits der Mauer leben würden, sind auch 3600 Schüler, die nicht mehr zu ihren Schulen könnten. Scharon rief seine Minister auf der sonntäglichen Kabinettsliste auf, nach Wegen zu suchen, um die Beeinträchtigung des Alltags für die Betroffenen zu minimieren. So sollen etwa zwölf Check-Points eingerichtet werden. Außerdem drängt die Regierung arabische Krankenhäuser, Abteilungen in den Gebieten jenseits der Mauer aufzumachen.

Räumung ab 17. August

Am Samstag hatte ein israelischer Regierungsbeamter bestätigt, dass die Räumung der jüdischen Siedlungen im Gazastreifen am 17. August beginnt. Wer danach seine Wohnung in dem palästinensischen Küstengebiet nicht verlasse, müsse mit geringeren Entschädigungen rechnen.

In den kommenden Wochen werden Soldaten von Haus zu Haus gegen und die rund 9000 Israelis dort informieren, dass ihr Aufenthalt im Gazastreifen nach dem 17. August nicht mehr legal ist, sagte der Beamte. Zwar würden auch die Siedler, die nicht freiwillig abzögen, entschädigt. Aber in den Genuss von Förderprogrammen bei der Umsiedlung kämen nur diejenigen, die ihre Heimat ohne Widerstand und pünktlich am 17. August verließen. (nz)

 
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