netzeitung.deScharon warnt vor Gewalt im Gazastreifen

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Ariel Scharon (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Ariel Scharon
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Israels Ministerpräsident Scharon hat die radikalen Gegner seiner geplanten Räumung jüdischer Siedlungen im Gazastreifen vor weiterer Gewalt gewarnt. Sie bedrohten auch die Existenz Israels.

Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon hat am Dienstag radikale Gegner des geplanten israelischen Abzugs aus dem Gazastreifen vor weiterer Gewalt gewarnt. Scharon sagte nach israelischen Medienberichten bei einer Veranstaltung in Jerusalem, der Widerstand gegen die Sicherheitskräfte bedrohe die Existenz des Staates Israel.

Man werde alles unternehmen, «um die Gewalt zu stoppen, die eine kleine Minderheit unter den Siedlern ausübt». Bei gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Siedlern und Palästinensern im südlichen Gazastreifen wurde am Dienstag eine Siedlerin verletzt.

Die Zusammenstöße ereigneten sich im Bereich eines neuen Stützpunktes der Siedler auf den Trümmern von Gebäuden, die israelische Soldaten am Sonntag mit Bulldozern zerstört hatten. Es war dort bereits vor zwei Tagen zu gewaltsamen Konfrontationen zwischen Siedlern und Soldaten gekommen. In dem nahe gelegenen Hotel «Maos Hajam» (Meeresfestung) haben sich zahlreiche radikale
Abzugsgegner verschanzt.

Die israelische Zeitung «Jediot Achronot» berichtete am Dienstag, Repräsentanten der jüdischen Siedler im Gazastreifen hätten sich mit Militärs getroffen und um die Räumung des Hotels gebeten. Die in dem Hotel verschanzten radikalen Gegner repräsentierten nicht die Mehrheit der israelischen Siedler im Gazastreifen. «Wir wollen hier nicht diese Unruhe», sagte ein Siedler, der seinen Namen nicht nennen wollte, dem Blatt. «Wenn wir uns zu erkennen geben, werden sie unser Haus verbrennen.»

Israelische Medien berichteten zudem, der Personenschutz des israelischen Generalstabschefs Dan Haluz sei verstärkt worden, nachdem dieser einen Drohbrief erhalten habe. Mutmaßliche Abzugsgegner hätten seine Familie bedroht, sollte Haluz die Räumungsaktion unterstützen. Scharon will von Mitte August an 25 Siedlungen im Gazastreifen und nördlichen Westjordanland räumen
lassen. (nz)