Scharon warnt vor Gewalt im Gazastreifen
Die Zusammenstöße ereigneten sich im Bereich eines neuen Stützpunktes der Siedler auf den Trümmern von Gebäuden, die israelische Soldaten am Sonntag mit Bulldozern zerstört hatten. Es war dort bereits vor zwei Tagen zu gewaltsamen Konfrontationen zwischen Siedlern und Soldaten gekommen. In dem nahe gelegenen Hotel «Maos Hajam» (Meeresfestung) haben sich zahlreiche radikale
Abzugsgegner verschanzt.
Die israelische Zeitung «Jediot Achronot» berichtete am Dienstag, Repräsentanten der jüdischen Siedler im Gazastreifen hätten sich mit Militärs getroffen und um die Räumung des Hotels gebeten. Die in dem Hotel verschanzten radikalen Gegner repräsentierten nicht die Mehrheit der israelischen Siedler im Gazastreifen. «Wir wollen hier nicht diese Unruhe», sagte ein Siedler, der seinen Namen nicht nennen wollte, dem Blatt. «Wenn wir uns zu erkennen geben, werden sie unser Haus verbrennen.»
Israelische Medien berichteten zudem, der Personenschutz des israelischen Generalstabschefs Dan Haluz sei verstärkt worden, nachdem dieser einen Drohbrief erhalten habe. Mutmaßliche Abzugsgegner hätten seine Familie bedroht, sollte Haluz die Räumungsaktion unterstützen. Scharon will von Mitte August an 25 Siedlungen im Gazastreifen und nördlichen Westjordanland räumen
lassen. (nz)

