Jüdische Siedler zu Umsiedelung bereit
26.05.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Bislang lehnten die meisten der rund 9.000 betroffenen Siedler im Gazastreifen und im Westjordanland einen Umzug strikt ab. Immer wieder kam es zu gewaltsamen Protesten gegen einen Rückzug. Die Regierung hat der Mehrheit der Siedler angeboten, als Gruppe nach Nitzanim umziehen, einem begehrten Küstengebiet nördlich des Gazastreifens. Bislang nahmen erst rund 150 Familien das Angebot an.
Die Regierung in Jerusalem kündigte unterdessen eine neue Kampagne an, mit der in den kommenden fünf Jahren tausende jüdische Einwanderer nach Israel gelockt werden sollen. Das Programm im Umfang von 280 Millionen Dollar (223 Millionen Euro) solle auf junge Leute im Alter zwischen 18 und 20 Jahren abzielen, teilten die Behörden am Donnerstag mit.
Die Regierung hoffe im kommenden Jahr auf 8.000 junge Einwanderer, bis 2009 solle die Zahl auf 20.000 steigen. Das Programm sieht unter anderem Bildungsstipendien für junge Einwanderer vor und richtet sich vor allem an russische Juden. (nz)

