19.05.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Die israelische Sektion der «Ärzte für die Menschenrechte» hat der Armee vorgeworfen, die medizinische Versorgung von Palästinensern zu behindern.
Nach dem Raketenangriff der israelischen Armee auf eine Menschenmenge nahe des Flüchtlingslager Rafah im südlichen Gaza-Streifen protestieren Mediziner dagegen, dass Verletzte nicht mehr ausreichend versorgt werden. Laut der israelischen Sektion der «Ärzte für die Menschenrechte» lässt die israelische Armee keine Krankenwagen nach Rafah durch.
Bereits seit Beginn der Militäraktion würden Helfer von der israelischen Armee angegriffen und behindert, heißt es. Zurzeit würden eine schwangere Frau in den Wehen und ein nierenkranker Mann, der dringend eine Blutwäsche benötige, in ihren Häusern in der Nähe von Rafah festgehalten. Die israelische Sektion der Organisation versuche, ihnen die benötigte medizinische Versorgung zu verschaffen.
Die «Ärzte für die Menschenrechte» verurteilen die Behinderungen der Israelis als einen Verstoß gegen internationales Recht. (nz)