netzeitung.deBush nennt Lage im Gazastreifen beunruhigend

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George W. Bush (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe George W. Bush
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

US-Präsident Bush ist besorgt über die Situation im Gazastreifen. Er mahnte Israelis und Palästinenser zum Verzicht auf Gewalt.

US-Präsident George W. Bush hat die anhaltende Gewalt im Gazastreifen als beunruhigend bezeichnet. Vor Vertretern der pro-israelischen Lobbyistengruppe «American Israel Public Affairs Committee» rief Bush am Dienstag in Washington Israelis und Palästinenser auf, nach Wegen zu suchen, den Friedensprozess fortzusetzen.

Bush kritisierte den Großeinsatz der israelischen Armee im Gaza und verlangte, Israel solle wieder auf den Weg des internationalen Friedensplans für Nahost zurückkehren. Israel sei «verpflichtet, dem palästinensischen Volk beim Aufbau eines eigenen Staates zu helfen», betonte er. Die zunehmende Gewalt in Gaza sei «beunruhigend», fügte der Präsident hinzu. Er forderte bei de Konfliktparteien auf, Gewalt und Terrorismus zu beenden. Indirekt stellte er die palästinensische Führung in Frage, indem er sagte, die Palästinenser hätten «demokratische Führer verdient».

Zivilisten schonen
Die Uno äußerte ebenfalls ihre Besorgnis über die Verschärfung der Lage im Gaza. Der Nahost-Beauftragte der Vereinten Nationen, Terje Roed-Larsen, ermahnte Israel, bei der Offensive im Gazastreifen, Zivilisten zu schonen. Israel müsse die Normen internationalen Rechts einhalten, sagte er.

In New York wird sich am Abend der Uno-Sicherheitsrat mit der Lage im Gazstreifen befassen.

Bei der jüngsten israelischen Militär-Offensive wurden mindestens 20 Palästinenser getötet. Mit Panzern und Kampfhubschraubern hatte die Armee das Flüchtlingslager Rafah angegriffen. Israels Verteidigungsminister Schaul Mofas erklärte, der Einsatz sei zeitlich nicht begrenzt. (nz)