netzeitung.deFischer wirft Israel Unverhältnismäßigkeit vor

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Nach einem Treffen mit dem palästinensischen Regierungschef Kurei hat Außenminister Fischer den Militäreinsatz Israels im Gazastreifen kritisiert. Er zweifle an der Verhältnismäßigkeit der Mittel.

Außenminister Joschka Fischer ist besorgt über die eskalierende Gewalt im Nahen Osten. Am Montag kritisierte er indirekt die israelische Regierung, in dem er die rhetorische Frage stellte, ob der Militäreinsatz der israelischen Armee in Gaza noch verhältnismäßig sei.

Nach einem mehr als einstündigen Gespräch mit dem palästinensischen Ministerpräsidenten Ahmed Kurei in Berlin, sagte Fischer, es sei fraglich, ob die israelischen Maßnahmen geeignet seien, Terror und Gewalt zu verringern. Beide Seiten hätten in dem Konflikt bereits zu viel gelitten. Die Tragödie müsse ein Ende haben.

Einen Rückzug der Israelis aus Gaza – wie vom israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon vorgeschlagen - bezeichnete Fischer als Lösungsansatz. Allerdings müsse der Rückzug auf Basis der so genannten Roadmap stattfinden. Der Minister nannte es bedauerlich, dass der Plan zum Rückzug in einem Referendum der Likud-Partei Scharons scheiterte. (nz)