Hunderte Palästinenser fliehen aus Rafah
Hunderte Menschen flohen daraufhin aus dem Flüchtlingslager. Am Sonntag hatte der israelische Gerichtshof entschieden, dass der Abriss palästinensischer Häuser rechtens sei, wenn er dazu beitrage, das Leben von Soldaten zu schützen. Seither seien 2000 Menschen aus dem Lager geflohen, sagten palästinensische Kommunalbeamte. Ein Sprecher der UN-Hilfsorganisation UNRWA, Paul McCan, sagte, man bereite Notaufnahmelager für 2000 Menschen vor.
Der israelische Ministerpräsident Scharon stimmte dem Einsatz im Gazastreifen zu, betonte aber, dass er an einem vollständigen Abzug festhalte. Hintergrund des Einsatzes ist, dass Israel eine Militärstraße an der ägyptischen Grenze auf 250 Meter verbreitern will. Dafür müssen hunderte Häuser abgerissen werden. In den vergangenen vier Jahren sind in Rafah deswegen bereits 2000 Häuser abgerissen worden.
Im Gazastreifen wurden drei Palästinenser erschossen. Als die Soldaten das Feuer eröffneten, habe es eine riesige Explosion gegeben, teilte das Militär mit. Die Palästinenser hätten einen Sprengsatz bei sich gehabt, mit dem sie seinen Anschlag auf ein Kibbuz durchführen wollten. (nz)

