16.05.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Kind spielt in Trümmern in Rafah
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Am Sonntag hat das Oberste Gericht die Zerstörung von Häusern im palästinensischen Flüchtlingslager Rafah gebilligt. Eine einstweilige Verfügung wurde aufgehoben.
Das höchste israelische Gericht hat am Sonntag einen Antrag abgelehnt, der die Zerstörung palästinensischer Häuser im Gazastreifen an der Grenze zu Ägypten verbieten sollte. Das Palästinensische Zentrum für Menschenrechte in Gaza hatte beantragt, dass die israelische Armee Häuser im Flüchtlingslager Rafah nicht angreifen dürfe.
Noch am Samstag hatten israelische Medien gemeldet, das Gericht habe eine einstweilige Verfügung erlassen, die die Zerstörung stoppen solle. Diese wurde mit Verkündung der Entscheidung am Sonntag aufgehoben.
Nach Angaben des UN-Hilfswerks für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) wurden bislang schon fast 100 Häuser in dem Gebiet zerstört, wodurch mehr als tausend Menschen obdachlos wurden.
Die israelische Regierung begründete die Zerstörung der Gebäude damit, dass sich dort palästinensische Angreifer verschanzt hielten, um israelische Soldaten zu attackieren, die zwischen dem Gazastreifen und Ägypten patrouillierten. (nz)