23. Mrz 2004 23:18
US-Präsident Bush hat die gezielte Tötung von Hamas-Führer Jassin durch die israelische Armee verteidigt. Auch Israel habe ein Recht auf Selbstverteidigung, sagte er.
Die US-Regierung, die sich zunächst «tief beunruhigt» über die Tötung des Anführers der Hamas-Bewegung, Scheich Ahmed Jassin, zeigte, stellt sich nun demonstrativ hinter das Vorgehen Israels. «Israel hat das Recht, sich gegen den Terrorismus zu wehren», sagte Bush am Dienstagabend im Weißen Haus. Gleichwohl äußerte Bush seine Sorge über die angespannte Lage im Nahen Osten. Angesichts des israelischen Vorgehens sowie der angedrohten Vergeltung der Hamas forderte er Israelis und Palästinenser zur Zurückhaltung auf. Mit Blick auf die Tötung Jassins sagte Bush, Israel müsse, auch wenn es sich selbst verteidige, klar sein, was es da tue. Entscheidend sei, dass die Konsequenzen bedacht würden, so Bush. Ihm sei wichtig, betonte er, dass sichergestellt sei, «dass wir auf dem Weg zum Frieden bleiben».
Der US-Präsident bekräftigte in diesem Zusammenhang, an der Zwei-Staaten-Lösung für Nahost festhalten zu wollen. Dies solle sowohl Israel als auch dem palästinensischen Volk zugute komme, sagte Bush. Er kündigte überdies an, ein Team in die Nahost-Region zu entsenden - «falls es die Umstände vor Ort erlauben». (nz)