netzeitung.deProteste von Hamas-Mitgliedern in Deutschland befürchtet

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Deutsche Sicherheitskreise rechnen nach der Tötung von Scheich Jassin mit Aktionen seiner rund 300 Anhänger in Deutschland. Thema: Tötung Jassins Israel will Hamas-Spitze töten lassen Presseschau: Terrorrisiko nach Tötung Jassins gestiegen Israels Botschafter rechtfertigt Tötung Jassins Sicherheitsrat soll Tötung Jassins verurteilen

Rund 300 Anhänger der radikal-islamischen Hamas stehen in Deutschland unter Beobachtung des Verfassungsschutzes. Nach der gezielten Tötung des Hamas-Gründers Scheich Ahmed Jassin durch die israelische Armee werden nun auch hierzulande Protestaktionen seiner Anhänger befürchtet. In Sicherheitskreisen gehe man von einer «Emotionalisierung» der Islamisten aus, berichtet die Nachrichtenagentur AFP.

Keine festen Organisationsstrukturen
Allerdings seien die in Deutschland ansässigen Mitglieder der «Islamischen Widerstandsbewegung» nicht in festen Strukturen organisiert, hieß es. Deshalb sei die Bewegung auch nicht offiziell verboten.

Dem der Hamas nahe stehenden Spendensammelverein Al-Aqsa hingegen hatte Innenminister Otto Schily (SPD) im August 2002 zunächst jegliche Betätigung untersagt. Die Regierung vermutete, dass mit dem Geld Familien von Selbstmordattentätern unterstützt wurden.

Gegen das Verbot klagte Al-Aqsa beim Bundesverwaltungsgericht, das Verfahren ist noch anhängig. Das Gericht entschied aber bereits, dass der Verein bis auf weiteres wieder Spenden sammeln darf. Über deren Verwendung muss er dem Innenministerium Nachweise erbringen. (nz)