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Israel will Hamas-Spitze töten lassen

23. Mrz 2004 07:31, ergänzt 14:49
Die israelische Regierung plant, auch weiterhin radikale Palästinenser gezielt anzugreifen und zu töten. Aus Sicherheitskreisen verlautete, Ziel sei es, alle Mitglieder der Hamas-Spitze auf diese Weise zu «liquidieren».

Thema: Tötung Jassins
Trotz weltweiter Kritik an der gezielten Tötung des Hamas-Gründers Scheich Ahmed Jassin will Israel von seiner bisherigen Politik nicht abrücken. Man werde an der «Liquidierung» von Extremisten festhalten, zitierte der Armeerundfunk den israelische Verteidigungsminister Schaul Mofas. Aus Sicherheitskreisen wurde am Dienstag bekannt, dass die gesamte Hamas-Spitze ausgeschaltet werden solle.

Die Fortsetzung der Strategie sei bei Beratungen von Armee- und Sicherheitsvertretern im Verteidigungsministerium in Tel Aviv beschlossen worden, hieß es. Damit reagiere Israel auf den doppelten Selbstmordanschlag am 14. März in der Hafenstadt Aschdod. Mofas habe die Hamas-Organisation als «strategischen Feind Israels» bezeichnet, der vernichtet werden müsse.

Tote bei Zusammenstößen

Im Westjordanland und im Gazastreifen kam es nach der Ermordung Jassins am Montag zu Auseinandersetzungen zwischen israelischen Soldaten und Palästinensern. Laut der israelischen Zeitung «Ha'aretz» starben dabei fünf Palästinenser, unter ihnen ein 13-jähriger Junge.

Mindestens sechs israelische Panzer waren laut Augenzeugen am Montagabend in den nördlichen Gazastreifen vorgedrungen. Sie seien etwa 200 Meter vor dem Ort Beit Hanun in Stellung gebracht worden, meldet die Nachrichtenagentur AP. Nach offiziellen Angaben will die Armee damit weitere Raketenangriffe von Palästinensern verhindern. Zuvor waren israelische Ortschaften und jüdische Siedlungen im Gazastreifen angegriffen worden.

In Israel herrscht die höchste Alarmstufe. Tausende Polizisten wurden zusätzlich in den Städten eingesetzt. (nz)

 
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