01. Dez 2003 16:51
In Genf ist am Montag eine israelisch-palästinensische Friedensinitiative verabschiedet worden. Sie hat mehr als nur symbolischen Gehalt.
In Genf haben am Montag Israelis und Palästinenser symbolisch einen Friedensplan unterzeichnet. Er wurde in den vergangenen Monaten vom früheren israelischen Justizminister Jossi Beilin und dem ehemaligen palästinensischen Informationsminister Jassir Abed Rabbo ausgearbeitet. Israels Premierminister Ariel Scharon lehnt die so genannte Genfer Initiative ab, Palästinenserpräsident Jassir Arafat befürwortete die Verhandlungen.An der Zeremonie in Genf nahmen unter anderem die Friedensnobelpreisträger Lech Walesa, John Hume und Jimmy Carter teil. Die Initiative hat zwar rein symbolischen Charakter, macht aber zugleich erstmals Vorschläge für eine endgültige Einigung zwischen beiden Seiten.
Die Initiatoren auf israelischer und palästinensischer Seite wollen zeigen, wie eine Friedensregelung aussehen könnte. In den nächsten Wochen soll das 40-Seiten-Papier hunderttausendfach verteilt werden.
Im Kern sieht es eine Zweistaatenregelung vor. So sollen künftig die Grenzen von 1967 gelten, Palästina würde damit 97 bis 98 Prozent des Westjordanlandes und des Gaza-Streifens umfassen. Grenzkorrekturen sollen durch Landtausch möglich sein. Israel soll auf die meisten Siedlungen verzichten, die Siedlungen müssten innerhalb von 30 Monaten geräumt werden.