Fatah-Vertreter sagen Genf-Teilnahme ab
30.11.2003
Herausgeber: netzeitung.de
Die Genfer Vereinbarung, die von Mitgliedern des israelischen Friedenslagers und palästinensischen Unterhändlern formuliert worden war, umschreibt den Weg zur Gründung eines palästinensischen Staates und beinhaltet noch nie da gewesene Zugeständnisse von beiden Seiten. Federführend wurde der Plan vom früheren palästinensischen Informationsminister Jassir Abed Rabbo und dem ehemaligen israelischen Justizminister Jossi Beilin ausgehandelt.
Fatah-Führer Raouf Barbakh bezeichnete die Vorschläge zu den palästinensischen Flüchtlingen als «vollkommen inakzeptabel». «Wir verurteilen all diejenigen, die sich gegen das Rückkehrrecht verschwören», sagte er.
Fares und Horani unterstützen die Vereinbarung dennoch, wie palästinensische Verhandlungskreise sagten. Sie wollten jedoch wegen des starken Widerstands aus ihrer Fatah-Partei, die von Jassir Arafat angeführt wird, nicht an der Unterzeichnung teilnehmen. Arafat selbst soll den Angaben zufolge der Vereinbarung seine stillschweigende Einwilligung gegeben haben. (nz)

