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Israel schließt Tötung Arafats nicht aus

14. Sep 2003 09:37, ergänzt 13:04
Ehud Olmert
Der israelische Vizeregierungschef Ehud Olmert sieht die Tötung Arafats als eine der Optionen, um den Palästinenserpräsidenten wie von Israel geplant «zu entfernen».

Zunächst hatte Ehud Olmert, Israels stellvertretender Regierungschef, vorgeschlagen, Palästinenserpräsident Jassir Arafat unter Haftbedingungen vollständig zu isolieren. Damit hatte Israel auf die weltweite Kritik an der Ankündigung der Regierung in Jerusalem reagiert, Arafat ausweisen zu wollen.

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Dann jedoch fügte Olmert hinzu, er schließe die Tötung Arafats nicht aus. Diese Möglichkeit werde nach der Entscheidung des Sicherheitskabinetts, Arafat «zu entfernen», unter anderem erwogen. Das sagte Olmert am Sonntag im israelischen Rundfunk.

Israel habe im Umgang mit Arafat mehrere Möglichkeiten: «Seine Ausweisung ist eine Option, seine Liquidierung eine andere. Zudem ist es möglich, ihn unter Haftbedingungen festzuhalten.» Arafat zu isolieren, scheine derzeit die praktikabelste Lösung, sagte Olmert. Nach seiner Vorstellung könnte der Palästinenserpräsident in seinem Amtssitz, der Mukataa in Ramallah, komplett von der Außenwelt abgeschnitten werden. Arafat dürfe «kein Faktor mehr in der nahöstlichen Politik-Szene sein«, sagte Olmert.

«In diesem Szenario wäre er von der Welt abgeschnitten, er könnte niemanden empfangen und es wäre ihm unmöglich, per Telefon zu kommunizieren». Auf diese Weise könne Israel fast ebenso effektiv wie durch eine Ausweisung Arafats das grundsätzliche Ziel, die «Entfernung eines Hindernisses» im Nahost-Friedensprozess, erreichen. (nz)

 
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