netzeitung.deScharon hält an umstrittenem Sperrwall fest

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Der Schutzwall (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Der Schutzwall
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Israels Ministerpräsident Scharon ist nicht bereit, den Sperrwall zwischen Israel und den Palästinensergebieten aufzugeben. Dies machte er in einem Gespräch mit US-Präsident Bush deutlich.

Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon hat nach einem Gespräch mit US-Präsident George W. Bush den Bau eines Sperrwalls zwischen Israel und den Palästinensergebieten erneut verteidigt. Er sagte aber zu, die Auswirkungen auf das Leben der Palästinenser so gering wie möglich zu halten.

Bush sagte, der Wall sei ein «sensibles Thema». Er werde überflüssig, sobald die palästinensischen Extremistengruppen entwaffnet seien. Bush begrüßte die Ankündigung Israels, palästinensische Gefangene freizulassen. Es gebe positive Schritte hin zu einer Friedensregelung, sagte er.

«Die Entstehung eines friedlichen palästinensischen Staats und die langfristige Sicherheit des israelischen Volkes hängen beide von einer Niederwerfung der Bedrohung durch Terrorgruppen und von einem Ende der Aufstachelung und des Hasses ab», fügte er hinzu.

Der palästinensische Informationsminister Nabil Amr zeiget sich enttäuscht von dem Gespräch. Scharon habe keine Zugeständnisse gemacht, sagte er. Er forderte Bush auf, mehr Druck auf die Israelis auszuüben. Hamas-Führer Abdel Asis Rantisi sagte, Bushs Äußerungen zeigten, dass der Besuch des palästinensischen Ministerpräsidenten Mahmud Abbas in Washington fehlgeschlagen sei.(nz)