netzeitung.deDIHK erhöht seine Konjunkturprognose

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Industrie in Deutschland (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Industrie in Deutschland
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Die deutsche Wirtschaft ist im Stimmungshoch: Der DIHK hob, wie zuvor schon Wirtschaftsforscher, seine Konjunktur-Prognose für dieses Jahr an.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) wird für die konjunkturelle Entwicklung in diesem Jahr immer zuversichtlicher. Er hob seine Prognose für das Wirtschaftswachstum von 1,5 auf 2,3 Prozent an, wie der DIHK am Mittwoch mitteilte. 2006 war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 2,7 Prozent gestiegen.

Die vom Verband befragten mehr als 25.000 Unternehmen sind den Angaben zufolge so zuversichtlich wie seit 16 Jahren nicht mehr. Dementsprechend stark wollen sie im Inland investieren und neue Arbeitsplätze schaffen. «Auf dem Arbeitsmarkt rechnen wir im Jahresdurchschnitt mit 500.000 Arbeitslosen weniger», sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben.

Der Konjunkturaufschwung zeige Durchhaltevermögen und habe die Mehrwertsteuererhöhung gut weggesteckt. «Ohne den Anstieg der Mehrwertsteuerlast hätte sich der Aufschwung aber noch stärker entwickeln können», sagte Wansleben.

Die Regierung habe Glück gehabt, weil die US-Konjunktur unerwartet stabil sei und die Exportwirtschaft zusätzliche Jobs in Deutschland schaffe. Zudem habe der Ölpreis stark nachgegeben und der milde Winter zu einem geringeren Energieverbrauch geführt: «All dies wirkt dem Kaufkraftentzug entgegen.»

Export bleibt Zugpferd
Konjunkturlokomotive bleibe auch 2007 der Export. Nach einem Zuwachs von 12,4 Prozent im Vorjahr erwartet der DIHK nun ein Plus von elf Prozent. Die meisten Kreditinstitute und die Bundesregierung bewerten die Außenwirtschaft derzeit noch deutlich pessimistischer.

Der DIHK warnte die Gewerkschaften davor, in den aktuellen Tarifverhandlungen die Lohnschraube zu überdrehen. «Hände weg von der Milchmädchenrechnung, uns geht's gut und jetzt können wir richtig zulangen», sagte Wansleben. Die deutsche Wirtschaft stehe im harten internationalen Wettbewerb, sei sich ihrer Verantwortung für den Standort Deutschland aber bewusst. Schließlich hätten viele Firmen auf die bisherige Lohnzurückhaltung der Arbeitnehmer mit der Schaffung zusätzlicher Stellen reagiert. (dpa)