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Discounter-Wachstum kommt zum Erliegen

21. Nov 2006 15:13
Filiale von Aldi Nord
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Die deutschen Verbraucher achten bei Lebensmitteln zunehmend auf höhere Qualität. Die Discounter wachsen laut einer Studie kaum noch, während Supermärkte bei Sortiment und Qualität aufholen.

Die Ausbreitung der Discounter wie Aldi oder Lidl mit ihren auf Dauerniedrigpreisen ausgerichteten Geschäftsmodellen stößt zunehmend an ihre Grenzen. Hingegen haben andere, nicht nur auf billig setzende Supermärkte durchaus Chancen, wieder Boden gegenüber den Discountern wett zu machen, wie eine im Auftrag der Managementberatung Mercer und des Marktforschungsinstituts Innofact durchgeführte Umfrage unter 2000 Verbrauchern ergab.

Der Studie zufolge behauptet sich Aldi weiter als Marktführer unter den Discountern, hält den Spitzenplatz aber nur noch über das gute Preisimage. Aldi falle hingegen bei der Leistungszufriedenheit hinter Lidl zurück. Der Konkurrent habe frühzeitig sein Sortiment erweitert und qualitativ aufgewertet. Aus Kundensicht bekomme der zur Schwarz-Gruppe gehörende Discounter dadurch bessere Noten bei der Leistungszufriedenheit – allerdings kann Lidl dafür nicht beim Preis punkten.

Qualität gewinnt an Bedeutung

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Zwar sei für den deutschen Verbraucher nach wie vor der Preis entscheidend für den Kauf, hieß es weiter. Zunehmend achte der Verbraucher indes auf Qualität, Sortimentsumfang und Service. «Gerade auf Qualität wird zunehmend mehr Wert gelegt», sagt Hilmar Hübers, einer der Autoren der Studie.

«Das Gebot der Stunde ist, Auswahl und Qualität des Sortimentsangebots gezielt zu verbessern, das Einkaufserlebnis für den Kunden weiter zu steigen und das Sortiment effizient auf lokale Nachfrageunterschiede auszurichten», empfiehlt Mercer-Handelsexperte Sirko Siemssen. Voraussetzung für eine Renaissance der Supermärkte sei, dass sie ihren Kompetenzvorsprung beim Angebot und Qualität ausbauen und dabei den Preis nicht aus den Augen verlieren.

Supermärkte holen auf

In der Wahrnehmung der Verbraucher hätten vor allem die Supermärkte Rewe und Edeka sich beim Sortiment stark verbessert. Auch die Großflächenbetreiber Globus und Kaufland sind im Ansehen der Kunden gestiegen.

Wenig Hoffnung macht die Studie den Händlern im Hinblick auf die Umsatzentwicklung. Seit Jahren stagniere der Umsatz im deutschen Lebensmitteleinzelhandel. So habe der Branchenerlös im Jahr 2005 mit 136,6 Milliarden Euro gerade einmal auf den Niveau des Vorjahres gelegen. Im zu Ende gehenden Jahr würden die Umsätze nur geringfügig zulegen. Angesichts der anhaltenden Flächenexpansion sinke die Flächenproduktivität kontinuierlich. (nz)

 
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