Discounter-Wachstum kommt zum Erliegen
Der Studie zufolge behauptet sich Aldi weiter als Marktführer unter den Discountern, hält den Spitzenplatz aber nur noch über das gute Preisimage. Aldi falle hingegen bei der Leistungszufriedenheit hinter Lidl zurück. Der Konkurrent habe frühzeitig sein Sortiment erweitert und qualitativ aufgewertet. Aus Kundensicht bekomme der zur Schwarz-Gruppe gehörende Discounter dadurch bessere Noten bei der Leistungszufriedenheit allerdings kann Lidl dafür nicht beim Preis punkten.
«Das Gebot der Stunde ist, Auswahl und Qualität des Sortimentsangebots gezielt zu verbessern, das Einkaufserlebnis für den Kunden weiter zu steigen und das Sortiment effizient auf lokale Nachfrageunterschiede auszurichten», empfiehlt Mercer-Handelsexperte Sirko Siemssen. Voraussetzung für eine Renaissance der Supermärkte sei, dass sie ihren Kompetenzvorsprung beim Angebot und Qualität ausbauen und dabei den Preis nicht aus den Augen verlieren.
Wenig Hoffnung macht die Studie den Händlern im Hinblick auf die Umsatzentwicklung. Seit Jahren stagniere der Umsatz im deutschen Lebensmitteleinzelhandel. So habe der Branchenerlös im Jahr 2005 mit 136,6 Milliarden Euro gerade einmal auf den Niveau des Vorjahres gelegen. Im zu Ende gehenden Jahr würden die Umsätze nur geringfügig zulegen. Angesichts der anhaltenden Flächenexpansion sinke die Flächenproduktivität kontinuierlich. (nz)

