Jobabbau im Handwerk setzt sich fort
15.03.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Handwerker auf dem Bau
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Im deutschen Handwerk sind im vergangenen Jahr erneut zahlreiche Arbeitsplätze verloren gegangen. Besonders stark fiel der Rückgang im krisengeschüttelten Baugewerbe aus.
Der Stellenabbau im Handwerk hält unvermindert an. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte, verringerte sich die Zahl der Arbeitsplätze im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2004 um 3,6 Prozent. Allein in der Baubranche belief sich der Rückgang auf 5,7 Prozent.
Der Zentralverband des deutschen Handwerks (ZDH) geht davon aus, dass der Stellenabbau auch in diesem Jahr unvermindert anhält. So fürchtet der Verband einen Verlust von 60.000 bis 80.000 Jobs. Insgesamt beschäftigen die etwa 900.000 Betriebe rund fünf Millionen Handwerker. Die rückläufige Stellenentwicklung im Handwerk hält schon seit fast zehn Jahren an. Mit Blick auf die Umsätze rechnet der ZDH im laufenden Jahr mit einem leichten Zuwachs von einem Prozent.
Umsatzrückgang im Baugewerbe Nach Angaben der Statistiker sanken die Umsätze der selbständigen Handwerksbetriebe 2005 um 1,6 Prozent. Dabei wurde in fünf von sieben Gewerbegruppen weniger umgesetzt. Ein kräftiges Umsatzminus erlitt die Gesundheitsbranche mit 5,9 Prozent. Die Experten begründeten die schwache Entwicklung unter anderem mit den 2005 eingeführten Festzuschüssen zum Zahnersatz. Daraufhin gingen die Umsätze der Zahntechniker um 25,3 Prozent zurück. Mit einem Plus von 0,4 Prozent konnten die Handwerksbetriebe für den gewerblichen Bedarf am stärksten zulegen. (nz)