Firmen erwarten Wachstum ohne neue Jobs
Vor allem Industrie und Dienstleister erwarten für 2006 höhere Umsätze. Trotz steigender Erlöse und Investitionen wird sich die ungünstige Lage am deutschen Arbeitsmarkt aber nicht wesentlich verbessern. Nur vier Verbände rechnen mit neuen Arbeitsplätzen, 21 gehen von einem weiteren Stellenabbau aus.
«Die weiterhin expandierende Weltwirtschaft schickt die deutschen Exporte auf Rekordjagd», sagte IW-Direktor Michael Hüther. Dies bringe «inzwischen auch die Investitionen auf Trab» und verleihe dem Aufschwung damit mehr Substanz. Er warnte aber zugleich, das ein erneuter drastischer Anstieg der Ölpreise, nachlassender Reformelan der Politik oder überzogene Tarifabschlüsse die konjunkturelle Erholung gefährden könnten.
Zu den wenigen Branchen, die mit neuen Arbeitsplätzen rechnen, gehören das Speditions- und Gastgewerbe, der Luft- und Raumfahrzeugbau sowie das feinmechanische und das optische Gewerbe. «Das zeigt, wie notwendig es ist, die Arbeitsmarktchancen in Deutschland durch eine wachstumsfördernde Wirtschaftspolitik sowie Tarifabschlüsse mit Augenmaß zu verbessern», sagte Hüther. (nz)

